Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde: "Ethnografie und Internet"

In der Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 50 (2005) ist ein Aufsatz aus dem Umfeld der Sektion "Neue Medien und Alltagskultur" der Bonner Gesellschaft für Volkskunde und Kulturwissenschaften zum Thema "Ethnografie und Internet" publiziert worden:

Boden, Alexander/Genath, Peter: Ethnografie und Internet. Communities als volkskundliches Forschungsfeld. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 50 (2005), S. 13-30.


Der Aufsatz berichtet zum einen über die jüngste lokale Bonner Institutsgeschichte in Sachen Internet, zum zweiten über ein im Anfangsstadium sich befindliches Forschungsprojekt über virtuelle Communities, zum dritten finden wir darin Äußerungen zum methodischen Vorgehen bei der Erforschung von Online-Communities, zum vierten - und das dürfte aus der Perspektive der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung der interessanteste und orginärste Teil des Aufsatzes (S. 27-29) sein - werden erste empirische Ergebnisse von Alexander Bodens Disserationsprojekt ("Arbeitstitel: Open-Source-Communities und netzwerkbasierte Inforamtionssysteme als ethnografisches Forschungsfeld. Analyse von Anwender- und Entwicklerkulturen") publiziert. Hierbei betonen die beiden Autoren die Rolle der Face-to-Face-Kommunikation für virtuelle Gemeinschaften bzw. Online-Communities.

Eine englischsprachige Paper-Version (Linux User Groups in Bonn An ethnographic approach to community research) lässt sich von den Seiten des Fraunhofer-Instituts (FIT Sankt Augustin/Aachen) herunterladen.

DOSSIER Medien / Global: Der Boom der Blogosphäre

Der Europäischen Presseschau, dem "euro|topics -Newsletter 06/01/2006" der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin zum Boom der Blogospähre entnehmen wir folgende Kurzusammenfassung französischsprachiger und spanischer Zeitungsartikel zum Thema Blogs:

Wie weit das Phänomen der Internet-Blogs mittlerweile
verbreitet ist, lässt sich nur schwer beziffern. Verschiedene
Quellen gehen von 50 bis 70 Millionen Blogs weltweit aus. An
dieser Explosion der Blogospähre sind die europäischen
Länder aktiv beteiligt.

+++ Frankreich - Le Monde. "Bei einer Konferenz in Kopenhagen im
Juni 2005 wurde eine ungefähre Karte der europäischen
Blogosphäre erstellt. Mit 3 Millionen Beteiligten lag
Frankreich klar an der Spitze - noch vor Großbritannien mit
900.000 Blogs und Russland mit 800.000 Blogs. Nur sechs Monate
später hat Frankreich 6 bis 7 Millionen 'aktive' Blogs - das
heißt, einer von zehn Franzosen hat sein eigenes Blog!",
schreibt Olivier Ziberstin. "Für Cyril Fievet [Chefredakteur
des Onlinemagazins pointblog.com] ist das Phänomen Blog alles
andere als eine vorübergehende Mode. 'Es mag da einen
Nachahmungseffekt geben. Aber Millionen Menschen, die sich
vorher nicht artikuliert haben und dazu auch nicht die Mittel
hatten, ergreifen jetzt das Wort. Das ist eine weltumfassende
und bedeutsame Bewegung.'" +++
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0,36-727020,0.html
http://pointblog.com/

+++ Schweiz - L'Hebdo. "Ein vorübergehendes Phänomen? Eine
Modeerscheinung? Auf keinen Fall. Blogs sind bezeichnend für
die zweite Internet-Revolution, die durch die Verbreitung des
Breitbandkabels, den Erfolg von Google und der
multifunktionellen Handys möglich wurde... Da sie jedem
x-beliebigen Internetsurfer erlauben, innerhalb weniger Minuten
ein eigenes Blog zu entwerfen, sorgen Blogs für eine
großartige Demokratisierung der Sprache. Weil sie interaktiv
und dialogischer Natur sind, können sie den öffentlichen Raum
wiederbeleben und die politische Debatte ankurbeln", schreibt
Alain Jeannet und fragt, ob man die Blogosphäre regulieren
sollte. "Wie vermeidet man Entgleisungen und ermöglicht den
neuen Medien zugleich, ihr volles Potenzial zu entfalten? Das
sind schwierige Fragen, die in den kommenden Monaten die
Diskussion bestimmen werden. Da wird die Blogosphäre heiß
laufen." +++
http://www.hebdo.ch/index.cfm?rub=1

+++ Spanien - ABC. "Ich verabscheue die Form und den Inhalt
bestimmter Blogs oder offener Kommunikationsflächen im
Internet. Dennoch glaube ich, dass ein echter Reflexionsprozess
dieses Phänomen zu einer enormen Herausforderung und zugleich
zu einer hervorragenden Chance für die Presse und andere
Kommunikationsmittel machen könnte", schreibt José María
Pozuelo Yvancos, Literaturdozent an der Universität von
Murcia. "Ich glaube, dass einige mir bekannte Blogs dazu
neigen, Meinung über Urteilsfähigkeit zu stellen. Die Leute
geben sich mit ersterer zufrieden und vergessen, dass jede
Meinung, die nicht auf einem Urteil oder einer Debatte beruht,
inakzeptabel ist." +++
http://www.abc.es/opinion/index.asp?ff=20051229&idn=1013318102956
http://www.um.es/

A SENSE OF PLACE - ZUR RAEUMLICHKEIT VON KULTUR

Das Wiener IFK bittet um Veröffentlichung:

Seit dem Jahr 2003 veranstaltet das IFK seine jaehrliche Akademie. Das IFK verbindet damit folgende Ziele:
Staerkung kulturwissenschaftlicher Verfahren und Perspektiven in den Humanwissenschaften Nachwuchsfoerderung im Wege einer intensiven Zusammenarbeit von jungen und bereits arrivierten ForscherInnen.

ZIELGRUPPE: DoktorandInnen und PostdoktorandInnen, die nicht aelter als 35 Jahre sind und ein zentrales Interesse am Projekt der Kulturwissenschaften und cultural studies haben.
RAHMENTHEMA 2006: A SENSE OF PLACE - ZUR RAEUMLICHKEIT VON KULTUR
ZEIT: 13.-19. August 2006

IFK_faculty:
  • Leitung: Prof. Dr. Thomas Hauschild,
    Ethnologie und Zentrum für Allgemeine Kulturwissenschaften, Universitaet Tuebingen
Weitere Mitglieder:
  • PD Dr. Iris Daermann,
    Philosophie und Institut für Kulturtheorie, Universitaet Lueneburg
  • Dr. Kirsten Mahlke,
    Romanistik und interdisziplinaere Nachwuchsgruppe, Universitaet Konstanz
  • Prof. Dr. Christof Parnreiter, Institut für Geographie, Universitaet Hamburg
  • Prof. Dr. Erhard Schuettpelz,
    Germanistik und Medienwissenschaft, Universitaet Siegen

Ende der Bewerbungsfrist: 6. Maerz 2006 (Datum des Poststempels). Die Antraege sind per Post an das IFK, z.Hd. Dr. Lutz Musner zu senden. Thematische und organisatorische Informationen sowie das Antragsformular zum Download finden Sie auf http://www.ifk.ac.at/popup/index.html

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Ihr
IFK_Team

____________________________________

IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften
Reichsratsstraße 17
1010 Wien
Österreich/Austria
Tel.: (+43-1) 504 11 26
Fax: (+43-1) 504 11 32
http://www.ifk.ac.at
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.




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