Schröder: Technik als biographische Erfahrung --- Inhaltsübersicht

Vor kurzem erschien der erste Band der Schriftenreihe des Forschungskollegs Kulturwissenschaftliche Technikforschung (Hans Joachim Schröder: Technik als biographische Erfahrung 1930-2000. Dokumentation und Analyse lebensgeschichtlicher Interviews). Er wurde in diesem Weblog bereits kurz - durch Bild und Klappentext - vorgestellt (http://technikforschung.twoday.net/stories/4091632).
Ergänzend sei an dieser Stelle das Inhaltsverzeichnis des Bandes präsentiert, das weiteren Aufschluss über Aufbau und Inhalt der Arbeit liefert:


Einleitung ... 7

Teil A
Technikerfahrung mit Schwerpunkten in der fernen Gegenwart

1 Technikbiographie einer Buchhändlerin (Jahrgang 1928) ... 33
2 Technik als Gewalterfahrung im Zweiten Weltkrieg ... 71
3 Technikbiographie eines Dokumentarfilmers (Jahrgang 1930) ... 109
4 Entwicklungen und Diskrepanzen: »alte« versus »neue« Technik ... 149

Teil B
Technikerfahrung mit Schwerpunkten im alltäglichen »Nahbereich« (jüngere und jüngste Gegenwart)

5 Technikbiographie einer Haushaltshilfe (Jahrgang 1939) ... 185
6 Lern- und Anwendungssituationen I: Umgang mit mobiler Technik ... 223
7 Technikbiographie eines Ingenieurs der Verfahrenstechnik (Jahrgang 1955) ... 257
8 Lern- und Anwendungssituationen II: Umgang mit Computertechnik ... 299
9 Technikbiographie einer Bankangestellten (Jahrgang 1959) ... 339
10 Aspekte physischen Erlebens I: Umgang mit medizinischer Technik ... 373
11 Technikbiographie eines Organisationsprogrammierers (Jahrgang 1964) ... 407
12 Aspekte physischen Erlebens II: Unfälle und Fast-Unfälle im Umgang mit mobiler Technik ... 441

Teil C
Technikerfahrung mit Schwerpunkten im Blick auf »Fernbereiche« und Abstraktionen

13 Technikbiographie einer Abiturientin (Jahrgang 1980) ... 475
14 Überlegungen und Ansichten zur allgemeinen (globalen) Technikentwicklung ... 511
15 Technikbiographie eines Abiturienten (Jahrgang 1982) ... 547
16 Spontan gelieferte, subjektive Technikdefinitionen ... 579

Zusammenfassende Schlussbemerkungen
... 611

Literaturverzeichnis ... 629

Register ... 656


Beim Verlag Chronos in Zürich ist das Buch unter
http://chronos-verlag.ch/php/book_latest-new.php?book=
978-3-0340-0809-9&type=Kurztext&access=Vorschau

zu finden und ggf. zu bestellen.

Thomas Hengartner: Über Schreib-, Sprech- und Denkmaschinen.

Nachzutragen ist noch ein Vortrag des Leiters des Forschungskollegs aus dem August:
In der Reihe "Nachgedacht - Geisteswissenschaften in Hamburg" sprach Thomas Hengartner, Professor am Institut für Volkskunde der Universität Hamburg, um 19 Uhr in der "Spiegel"-Kantine (Brandstwiete 19) über "Schreib-, Sprech- und Denkmaschinen. Zum Verhältnis von Mensch, Kultur und Technik."

"Kultur ist technomorph. D.h. Mensch und Technik stehen sich nicht mehr gegenüber, sondern Technisches ist fester Bestandteil unseres Alltags und von Wissens-, Handlungs- und Orientierungssystemen.

Kulturwissenschaftliche Technikforschung widmet sich der Frage, wie (auf welchen Wegen und mit welchen Konsequenzen), aber auch, wie sehr sich Technik in Kultur, Gesellschaft und den Menschen eingeschrieben hat. Sie erfolgt unter zwei zentralen Perspektiven: sie geht einerseits von den technischen Objekten und dem direkten Umgang von Menschen mit sog. technischen Artefakten aus. Andererseits fragt kulturwissenschaftliche Technikforschung notwendigerweise immer auch nach dem "Sitz der Technik im Leben". Ziel dieses Vorgehens ist die Analyse des offenen oder verdeckten, bewussten oder meist unbemerkten Einflusses von Technischem auf die Art und Weise der Lebensgestaltung. "

Szenarien der Zukunft: Technikvisionen und Gesellschaftsentwürfe im Zeitalter globaler Risiken

Es sei auf die Ankündigung der interdisziplinären Tagung "Szenarien der Zukunft: Technikvisionen und Gesellschaftsentwürfe im Zeitalter globaler Risiken" verwiesen.

Die Tagung findet am 18./19. Oktober 2007 an der RWTH Aachen statt. Sie wird vom Interdisziplinären Forum Technik und Gesellschaft, einer Querschnittseinrichtung aller Fachbereiche der Aachener Universität, veranstaltet und richtet sich insbesondere an Wissenschafter, Experten und Nachwuchskräfte aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen.

Zum Programm der Tagung

Aus der Ankündigung:

Die Tagung „Szenarien der Zukunft“ setzt die 1986 etablierte Reihe der Inter­disziplinären Hochschulkolloquien des Forums Technik und Gesellschaft fort. Diese Reihe ist eine innerhalb und außerhalb der Hochschule viel beachtete Plattform für die Diskussion globaler und gesellschaftlicher Themen, die sich aus der Entwicklung und dem Einsatz moderner Technologien ergeben. Nachdem in den vergangenen Jahren die Themen „künstlicher Mensch“ (2000), „Globalisierung“ (2002) und „digitale Spaltung“ (2004) behandelt wurden, steht nun die Wechselwirkung von Technikvisionen und Gesellschaftsutopien im Mittelpunkt.

Die Tagung verfolgt mit dieser Themenwahl drei Ziele:

a) Sie fragt nach der Rolle von Wissenschaft und Technik in den Zukunfts­entwür­fen und Utopien der Moderne sowie umgekehrt nach der Bedeutung von Utopien für die Entwicklung der wissenschaftlich-technischen Zivilisation.

b) Sie bezieht das Verhältnis von Technikvisionen und Gesellschaftsentwürfen auf konkrete Zukunftstechnologien wie Life Sciences, Informations- und Kommuni­kationstechnologien und den Städtebau.

c) Sie setzt die behandelten Technologien und Technikvisionen zu den globalen Risiken des 21. Jahr­hun­derts in Beziehung und zeigt Möglichkeiten auf, diese für nach­haltige Lösungsstrategien nutzbar zu machen.

Nach einem Eröffnungsvortrag des Generalsekretärs des Club of Rome Uwe Möller werden zunächst aus kulturwissen­schaft­licher Sicht die Wechselwirkungen von Technikvisionen und Zukunftsentwürfen umrissen. In drei aufeinander folgenden Sektionen werden Natur-, Kultur- und Ingenieurwissenschaftler Technikvisionen für die genannten Technologiebereiche diskutieren. Als gemein­samer Leitgedanke jeder dieser Sektionen wird der Bezug zum globalen Problem­horizont hergestellt. Eine mit Zukunftsforschern und Foresight-Experten internationaler Organisationen besetzte Abschlusssektion sowie ein Abschlussvortrag von Franz-Josef Radermacher werden diese Leitfrage aufgreifen und Schlussfolgerungen für Akteure im Span­nungs­feld von Wissenschaft, Technik und Gesellschaft ziehen.


Anmerkung:
Hier wäre durchaus darüber zu streiten was "aus kulturwissenschaftlicher Sicht" meint. Es hat den Anschein: Geliftete Geisteswissenschaften? Und zwei Fragen stellen sich erneut:
Welche Technikgeschichte und wo sind hier die NutzerInnen?
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.




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