TV-Tipp

 

TV-Tip für Arte: Design: Der Walkman

Sonntag, 21. Dezember 2008 um 20.15 Uhr
Wiederholungen: 22.12.2008 um 04:30

Design: Der Walkman
(Frankreich, 2006, 26mn)
ARTE F
Regie: Anna-Celia Kendall


Diese Reihe stellt eine Verbindung zwischen Design und der Zeit seiner Entstehung her und schildert anhand von typischen Industrieprodukten die Geschichte des Designs des letzten Jahrhunderts. Im Vordergrund stehen dabei Gegenstände, die ästhetische und technologische Neuerungen darstellten, ihre jeweilige Epoche widerspiegelten und gleichzeitig ihrer Zeit voraus waren. Heute: der Walkman. Im Bus, beim Einkaufen, beim Joggen: Mit der Erfindung des Walkman revolutionierte Sony 1979 das Musikhören. Plötzlich konnte sich jeder seinen Alltag mit einem eigenen Soundtrack verschönern - immer und überall.

Gerade noch rechtzeitig vor den Sommerferien in Japan, am 22. Juni 1979, präsentierte Sony ein Gerät mit dem sperrigen Namen TPS-L2: ein violett-blaues, 390 Gramm schweres und nahezu backsteingroßes Stück Plastik. Der erste Walkman von Sony.
Die Idee dazu war den persönlichen Bedürfnissen der Sony-Gründer Morita und Ibuka entsprungen, die sich wünschten, Musik individuell und gewissermaßen in jeder Lebenslage hören zu können. Einerseits Musikhören, andererseits Joggen gehen, Einkäufe erledigen oder auf den Bus warten. In kürzester Zeit wurde das kleine drahtlose Gerät zum Verkaufsschlager. Seitdem hat sich das noch immer aktuelle Phänomen "Walkman" auf der ganzen Welt verbreitet und die Privatsphäre, den Musikkonsum und das Verhalten der Menschen, auch untereinander, von Grund auf verändert.
Ob in China, Europa, Japan oder den USA - der weltweite Siegeszug des Walkman war nicht mehr aufzuhalten. Dank seiner einfachen Bedienung und des relativ geringen Preises von rund 140 Dollar wurde der Walkman zum globalen Produkt, das Zugang zu allen gesellschaftlichen Schichten fand. Auch der englische Begriff überwand mühelos alle Sprachbarrieren. Ursprünglich sollte das Gerät, je nach Verkaufsland, unterschiedliche Namen erhalten: zum Beispiel "Stowaway" ("Blinder Passagier") in England, "Soundabout" in den USA oder "Freestyle" in Schweden.

Zum TV Sender Arte
Heute ist "Walkman" selbst jenen ein Begriff, die nie selbst einen besaßen. Genauso wie der Markenname Hoover in den USA für Staubsauger steht oder Tempo für Taschentücher, etablierte sich der Walkman als Inbegriff für tragbare Kassettenrekorder.
 

Claude Levi-Strauss auf allen Kanälen. Der Ethnologe wird morgen 100 Jahre alt.

Dieser Geburtstag wird allenthalben überall ausführlich begangen und gewürdigt. So auch die taz (27.11.2008):

Mythen, Musik, Bastelei
Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss feiert morgen seinen 100. Geburtstag. Der Altmeister der Ethnologie und Anthropologie veränderte von Grund auf unser Bild vom Menschen.


Auch die FAZ gratuliert (leider nicht online):
"Die Forschung-und-Lehre-Seite würdigt das mit zwei großen Artikel. Levi-Strauss' Kollege Karl-Heinz Kohl fragt, was bleiben wird vom strukturalistischen Denker. Der Soziologe Ferdinand Zehentreiter schreibt über Levi-Strauss und die Musik." (Perlentaucher)

Und auf ARTE gibt es bereits heute den ganzen Tag über Sendungen zu diesem Thema:

Donnerstag, 27. November 2008 um 12.00 Uhr

Wiederholungen: Keine Wiederholungen
Claude Lévi-Strauss, eine Reise durch sein Werk
(Frankreich, 2008, 633mn)
ARTE F
Regie: Guy Seligmann
Moderation: Sandrine Mörch
Produzent: Arte France Developpement

Am 28. November 2008 wird der französische Ethnologe und Anthropologe Claude Lévi-Strauss 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass widmet ARTE dem berühmten Denker heute einen ganzen Tag lang einen Programmschwerpunkt: Dokumentationen, Spielfilme, Interviews und Debatten bieten Gelegenheit, den großen Intellektuellen in einer Sonderprogrammierung zu entdecken.

Donnerstag, 27. November 2008 um 13.00 Uhr

Wiederholungen: 30.11.2008 um 05:00
Claude Lévi-Strauss
(Frankreich, 2004, 59mn)
ARTE F
Regie: Pierre Beuchot

Claude Lévi-Strauss ist zweifelsohne einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts. Er gilt als führender Vertreter der modernen Anthropologie. Vor dem Zweiten Weltkrieg erforschte er die Indianerstämme Amazoniens. Über seine Begegnung mit den sogenannten "primitiven" Gesellschaften berichtet er in seinem Buch "Traurige Tropen", das ihn berühmt machte. ARTE zeigt ein Porträt des französische Kulturtheoretikers, dessen Werk praktisch alle Forschungen von der Philosophie bis zur Literaturwissenschaft nachhaltig geprägt hat.



Donnerstag, 27. November 2008 um 16.30 Uhr
Wiederholungen:
28.11.2008 um 05:00
03.12.2008 um 10:40
Réflexions faites
(Frankreich, 1990, 56mn)
ARTE F
Regie: Philippe Collin

Claude Lévi-Strauss gilt als Begründer der strukturalen Anthropologie und als einer der ersten Forscher, der die Komplementarität der Wissenschaften anerkannte. Die Dokumentation zeichnet das Porträt eines der größten Denker des 20. Jahrhunderts und lässt neben dem Porträtierten selbst auch Forscher aus anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinen zu Wort kommen, wie Jean-Pierre Vernant, Jacques Le Goff oder Pierre Bourdieu.


Donnerstag, 27. November 2008 um 22.35 Uhr

Wiederholungen:
01.12.2008 um 09:55
03.12.2008 um 03:00
18.12.2008 um 03:00
Claude Lévi-Strauss, das Selbstbildnis des Ethnologen
(Frankreich, 2008, 93mn)
ARTE F
Regie: Pierre-Andre Boutang
Produzent: Les Films Du Bouloi
16:9 (Breitbildformat)

Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss ist der Begründer der strukturalen Anthropologie. Die Dokumentation zeichnet ein faszinierendes Porträt dieses großen Forschers. Zahlreiche Ausschnitte aus Interviews mit Lévi-Strauss von den 60er Jahren bis heute geben Einblick in das Denken eines Mannes, der stets für alle Menschen offen ist und - trotz seiner pessimistischen Sicht der gegenwärtigen Menschheitsentwicklung - den Glauben an die Schöpferkraft des menschlichen Geistes nie verloren hat.
 

Technikmuseen & Technikgeschichte: Fernsehtips für 17.5. und 23.5. 2008

Im ersten Film auf 3Sat geht es um Industrieanlagen, die nach der Wiedervereinigung schließen mussten. Die alten Betriebe wurden zu Technikmuseen. Die zweite Dokumentation im WDR handelt von der Elektrifizierung der Eifel.


Sa. 17.05.08, 14:40 Uhr - 3 Sat
"Wenn der Alltag zum Museum wird - Technikgeschichten aus Brandenburg"

Programmbeschreibung auf 3sat.de:
"Nach der deutschen Wiedervereinigung mussten in Brandenburg viele Industriebetriebe wegen der Überalterung ihrer Anlagen schließen. Auf den Industriebrachen entstanden Technikmuseen, die zeigen, wie früher gearbeitet wurde. [...]
Einst hatten Bergbau, Schwer- und Textilindustrie in Brandenburg wichtige Zentren. Agrar- und Verkehrstechnik erhielten in der örtlichen Industrie oft innovative Impulse. Nach der deutschen Wiedervereinigung setzte dort jedoch ein Prozess der flächendeckenden Deindustrialisierung ein, der bis heute andauert. Die Schließung der überalterten Industrieanlagen führte zu sozialen und kulturellen Veränderungen, die Brandenburg heute vor große Probleme stellt. Aber sie brachte auch neue Chancen: In den Industriebrachen entstanden an historisch bedeutsamen Orten Technikmuseen, die an die Ursprünge der technisch-industrialisierten Gesellschaft erinnern und den technischen Fortschritt als einen wichtigen Faktor der vergangenen und gegenwärtigen Lebenswelt darstellen.
Der Film stellt acht Technikmuseen in Brandenburg vor: den Ziegeleipark Mildenberg, das Textilmuseum in Forst, das Industriemuseum in Brandenburg, das Heidekrautbahnmuseum Basdorf, die Brikettfabrik Louise in Domsdorf, das Zweiradmuseum Werder-Havel, das Agrarmuseum Wandlitz und die Rüdersdorfer Kalksteinbrüche." (Erstsendung 2002)



Fr. 23.05.2008, 20:15 Uhr - WDR (Wdh.: Mo. 26.05, 14:15 Uhr)
"Teufelszeug - Wie der Strom in die Eifel kam"

(Erstsendung März 2007, deshalb hier der Link ins WDR-Archiv. Auf den aktuellen Seiten ist noch kein Kommentar zu finden, 23.5. ist denen wohl zu früh.)
 

TV-Tipp: Die Platte. Geschichten in Beton

25.06.2005, 18h, Phoenix. Dokumentation: Die Platte. Geschichten in Beton.

In der DDR entschloss man sich erst nach Stalins Tod für die ökonomische Plattenbauweise. Der Film erzählt die Geschichte von der Utopie billigen und dennoch komfortablen Wohnens und vom wirklichen Leben in der "Platte".

Nach dem Zweiten Weltkrieg bewährte sich das Bauen mit vorgefertigten Betonplatten zur Beseitigung des Wohnungsnotstandes. Mit der Plattenbauweise sollte "schneller, billiger und besser" gebaut werden. Das industrielle Bauen versprach ein hohes Bautempo, niedrige Kosten und eine höhere Lebens- und Wohnqualität. Massenhaft wurden industriell gefertigte Betonplatten zu Wohnblöcken montiert.


(Mehr Informationen zur Sendung)
 

TV-Tipp: Wenn ich groß bin, flieg ich zu den Sternen

12.06.2005, 23.40h, Arte
Dokumentation: Wenn ich groß bin, flieg ich zu den Sternen


Der Kult um die kühnen Weltraumflieger wurde in der DDR von Partei und Staat gerne gesehen. Die Dokumentation geht der Begeisterung junger DDR-Bürger für den Weltraum auf den Grund, zeigt aber auch, dass die DDR die Erfolge der sowjetischen Raumfahrt in der Zeit des Kalten Krieges politisch nutzte. In der Dokumentation kommen zahlreiche Zeitzeugen zu Wort - unter ihnen auch der erste Deutsche, der die Erdatmosphäre verlassen hat: Sigmund Jähn. Er stammt aus der DDR, und sein Name war dort seit seinem Start ins All am 26. August 1978 jedermann ein Begriff.

Ausführliche Information
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.








Anika Keinz, Klaus Schönberger und Vera Wolff (Hrsg.)
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