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Neuerscheinung: "Erzählte Prekarität"

Dass Ove Sutter, Mitglied des Forschungskollegs, mit einem Doc.Award ausgezeichnet wurde, stand hier im blog.
Jetzt ist sein Buch Erzählte Prekarität. Autobiographische Verhandlungen von Arbeit und Leben im Postfordismus (= Schriftenreihe der Kommission Arbeitskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Bd. 7, hg. von Irene Götz, Gertraud Koch, Klaus Schönberger und Manfred Seifert) im Campus Verlag erschienen, auf Academia.edu kann man in die Einleitung reinlesen.
 

Hinter den Kulissen: "Die Mechaniker"

Wenn ich mir anschaue, was mein Toaster so von sich gibt: Gedacht habe ich es mir schon.

 

Internationale Fachtagung zur Ethnographie von Arbeitskulturen vom 26.3.-28.3.09 an der LMU München

"Mobilität und Mobilisierung. Arbeit im soziokulturellen, ökonomischen und politischen Wandel" lautet der Titel der 14. Arbeitstagung der Kommission Arbeitskulturen innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Veransteltet wird diese vom Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit der Kommission „Arbeitskulturen“ der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde mit dem folgenden Programm. Das Ende der Anmeldefrist ist der 26.2.2009.

Donnerstag, 26.3.
12.30 Uhr: Öffnung des Tagungsbüros

13.30 Uhr-14.00 Uhr

Grußwort Prof. Dr. Jens-Uwe Hartmann

(Prodekans der Fakultät für Kulturwissenschaften der LMU München)

Thematische Einführung

Prof. Dr. Irene Götz, Barbara Lemberger, M.A. (IfVk/EE, LMU München)

14-15 Uhr

Eröffnungsvortrag

Prof. Dr. Franz Schultheis (Soziologisches Seminar, Universität St. Gallen)

Wandel der Arbeitswelt: gesellschaftliche Dynamiken in subjektiver Erfahrung der Betroffenen

15-15.30 Uhr Pause

15.30-20.30 Uhr: Transnationalisierte Arbeitswelt – Konzepte und Fallstudien

Moderation: Prof. Dr. Gertraud Koch (Zeppelin University Friedrichshafen)

15.30-16 Uhr

Prof. Dr. Ulrich Beck, Dipl.-Soz. Michael Heinlein, Dipl.-Soz. Judith Neumer (Institut für Soziologie, LMU München)

„Cosmopolitan Worker“. Zur Transnationalisierung von Arbeit und Beruf

16 Uhr-16.30 Uhr

Prof. Dr. Alois Moosmüller (Institut für Interkulturelle Kommunikation, LMU München)

Die Verklärung kultureller Vielfalt in multinationalen Unternehmen und der Stress mit "global mind"

16.30Uhr -17 Uhr

Dr. Gerlinde Vogl, Dr. Sven Kesselring (Cosmobilities Network, Lehrstuhl für Soziologie und Verkehrswesen, TU München)

Betriebliche Mobilitätsregimes. Die strukturierende Kraft betrieblicher Mobilitätspolitik auf Arbeit und Leben

17.00-17.15 Uhr Pause

17.15-17.45 Uhr Moderation: Manuela Barth, M.A. (IfVk/EE LMU München)

Dr. Sanna Schondelmayer (Institut für Europäische Ethnologie/Elitestudiengang „Osteuropastudien“, LMU München)

Strategien des Umgangs mit Konzepten von Flexibilität und Mobilität in interkulturellen Arbeits- und Lebenswelten am Beispiel deutscher Manager in Polen

17.45-18.15 Uhr

Dr. Silke Roth (Division of Sociology and Social Policy, University of Southampton)

Work Experiences of International Humanitarian Aid Workers

18.15-19.15 Uhr Imbiss

19.15 – 20.45 Uhr: Europäische (Trans-)Migration

Moderation PD Dr. Manfred Seifert (ISGV e.V. Dresden)

19.15-19.45 Uhr

Dr. Sabine Hess (IfVk/EE, LMU München)

Transnationale Zonen der Prekarität. Ethnographische Erkundungen in migrantischen Arbeits- und Lebensverhältnissen in Europa

19.45-20.15 Uhr

Ramona Lenz, M.A. (Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main)

„You are white now!“ Migrantische Arbeitskräfte in Zypern nach dem EU-Beitritt

20.15-20.45 Uhr

Dr. Julia Mahnke-Devin (Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas, LMU München)

Britische Migration nach Russland im 19. Jahrhundert



Freitag, 27.3.: Gesellschaftliche Transformation unter ökonomischer Radikalisierung
9.00 –10.30 Uhr Konzepte mobilisieren! Ethnographie als anwendungsorientierte Krisenwissenschaft Moderation: Barbara Lemberger, M.A. (IfVk/EE LMU München):

9.00-9.30 Uhr

Dr. Susanne Spülbeck (Blickwechsel. Institut für Organisationsethnologie, Training und Beratung, Windeck)

Demographischer Wandel und Organisationsethnologie: Neue Perspektiven für eine zukunftsfähige Unternehmenskultur

9.30-10.00 Uhr

Dr. Andrea Gabler (Seminar für Politikwissenschaft, Universität Göttingen)

Ethnographische Forschung als Aktionsforschung. Über die Arbeitsanalysen von „Socialisme ou Barbarie“

10.00-10.30 Uhr

Dr. Andrea Buss Notter, (IHA-GfK AG, Hergiswil, CH)

Prekarisierungsprozesse in der Arbeitswelt am exemplarischen Fall ökonomischer Kostenreduktion durch Stellenabbau

10.30-11.00 Pause

11.00-12.30 Uhr: Akteurssichten – Arbeiten unter prekären Bedingungen

Moderation: Dr. Sabine Hess (IfVk/EE, LMU München)



11.00-11.30 Uhr

Ove Sutter, M.A. (Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien)

Thematisierungen räumlicher und erwerbsbiographischer Mobilität im Sprechen über prekäres Arbeiten

11.30-12.00 Uhr

Prof. Dr. Tanya Chavdarova (Department of Sociology, University of Sofia)

The „Off-the-Books Self-Employment“among young Bulgarians

12.00-12.30 Uhr

Dr. Ivanka Petrova (Ethnographisches Institut und Museum , Sofia)

Mobilisierungsstrategien in bulgarischen Privatbetrieben nach der Wende: Wandel und Kontinuitäten

12.30-14.00 Uhr Mittagspause

14.00-15.00 Uhr: Institutionen unter Druck: Berufsbilder im Wandel

Moderation: Barbara Lemberger, M.A., IfVk/EE, LMU München

14.00-14.30 Uhr

Anja Wessel, M.A. (Institut für Kulturwissenschaften, Universität Bremen)

Auswirkungen der gesundheitspolitischen Reformen seit 1993 auf die stationäre Pflege im Krankenhaus

14.30-15.00 Uhr

Dr. Peter F.N. Hörz und Marcus Richter, M.A. (Projekt Kulturgeschichte der Zigarrenindustrie im Vogtland, Reutlingen, Gera)

„Die Bahn macht mobil“. Zum Berufsbild des Lokomotivführers im Kontext des liberalisierten Schienenverkehrsmarktes

15.00-15.15 Uhr Pause

15.15-17.15 Uhr

Subjektivierungsprozesse und Gender-Rollen im Spannungsfeld von „Arbeit und Leben“

Moderation: Prof. Dr. Burkhart Lauterbach, IfVk/EE, LMU München

15.15-15.45 Uhr

Marion Näser, M.A. (Institut für Europäische Ethnologie, Universität Marburg)

„Leben in der Lage“. Soldatinnen und Soldaten im Spannungsfeld zwischen Familie und Dienst

15.45-16.15 Uhr

Nadine Hoser, M.A. (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und Wissensanthropologie, Zeppelin University Friedrichshafen)

Die Mobilisierung der weiblichen Arbeitskraft. Geschlechterdifferente Erfahrungen der Subjektivierung von Arbeit und der Konvergenz von Lebens- und Arbeitswelt

16.15-16.45 Uhr

Dr. des. Laura Wehr (BMBF-Projekt „Entrepreneuresse“, Lehrstuhl für Soziologie, Universität Augsburg) Familie als Ressource? Zur lebensgeschichtlichen Rekonstruktion räumlicher und sozialer Mobilität durch Existenzgründerinnen

16.45-17.15 Uhr Pause

17.15- 18.15 Uhr: Vor Ort! Mobilisierung lokaler Ressourcen

17.15-17.45 Uhr

Matthias Möller, M.A. (Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen)

Verortungspraktiken und Mobilisierung ehrenamtlicher Arbeit in einer Siedlungsgenossenschaft

17.45-18.15 Uhr

Margret Haider, M.A. (Spezialforschungsbereich HiMAT „The History of Mining Activities in the Tyrol and Adjacent Areas“, Institut für Geschichte und Ethnologie, Universität Innsbruck)

„Wir werden Bohrtürme in die Luft sprengen!“ Zur Widerstandsarbeit gegen den Bergbau am Beispiel des Rerobichls im Tiroler Unterland

Öffentlicher Abendvortrag 20.15 Uhr:
Prof. Dr. G. Günter Voß (Lehrstuhl für Industrie- und Techniksoziologie, Technische Universität Chemnitz)

Mobilisierung und Subjektivierung

Samstag, 28.3.:
9.30 Uhr-12.00 Uhr „Creative Class“ – Kulturwissenschaft und Kunst im Kontext der Marktlogik

Moderation Prof. Dr. Klaus Schönberger (Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Universität Hamburg)

9.30-10.00 Uhr

Prof. Dr. Klara Löffler (Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien)

Das Projekt. Zur Mobilisierung und Modularisierung der Arbeit im Kulturbetrieb

10.00-10.30 Uhr

Dr. Wolf Ernst (Institut für Theaterwissenschaften, LMU München)

Signaturen der Inszenierung von Mobilität – der Schauspieler als Modell kreativer Selbstvermarktung

10.30-11.00 Uhr Pause

11.00-12.00 Uhr Panel: Leitung: Prof. Dr. Gertraud Koch (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und Wissensanthropologie, Zeppelin University, Friedrichshafen)

Zur Mobilisierungen kultureller und kulturwissenschaftlicher Wissensbestände in Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft, Kunst und Kultur

Angefragte Panel-Teilnehmende:

Prof. Dr. Gertraud Koch (Zeppelin University, Friedrichshafen)

Kulturanalytische Forschung in betrieblichen Kontexten. Bericht aus dem Studienprojekt „Creative Corporate Culture. Kulturgeschichte der betrieblichen Bildung bei der Daimler AG im Werk Sindelfingen

Prof. Dr. Uwe J. Reinhardt, Tobias Jochinke (Studiengang Exhibition Design, FH Düsseldorf)

Zwischen Repräsentativität und kritischer Analyse. Ausstellungskonzeptionen für Unternehmen

Uwe Heintzer (Daimler AG, Stuttgart)

History management und Corporate Culture

Kristin Bredemeier (Zeppelin University, Friedrichshafen)

Unternehmensmuseen als organisationale Kommunikationsmedien

12.00-12.15 Uhr Pause

12.15-12.45 Uhr, Moderation: Dr. Sanna Schondelmayer (Berlin)

Dr. Klaus Schönberger (Forschungskolleg kulturwissenschaftliche Technikforschung, Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Universität Hamburg)

Sozialkritik versus Künstlerkritik -Zur Kritik einer falschen Dichotomisierung im Postfordismus.

12.45-13.30 Uhr

Abschlussdiskussion

13.30 Uhr Ende der Tagung



Ende der Anmeldefrist: 26.02.2009
 

Neuerscheinung: Herlyn/Müske/Schönberger/Sutter: Arbeit und Nicht-Arbeit. Entgrenzungen und Begrenzungen von Lebensbereichen und Praxen.

Nicht zuletzt mit Unterstützung des Forschungskollegs Kulturwissenschaftliche Technikforschung und der Hamburger Gesellschaft für Volkskunde (hgv) ist folgender Band mit den Beiträgen der 13. (Hamburger) Arbeitstagung der Kommission Arbeitskulturen innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde gerade erschienen:

Gerrit Herlyn, Johannes Müske, Klaus Schönberger, Ove Sutter (Hg.): Arbeit und Nicht-Arbeit. Entgrenzungen und Begrenzungen von Lebensbereichen und Praxen. München/Mering 2009 (Band I der Schriftenreihe „Arbeit und Alltag. Beiträge zur ethnografischen Arbeitskulturenforschung“ – Schriftenreihe der Kommission Arbeitskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, herausgegeben von Irene Götz, Gertraud Koch, Klaus Schönberger und Manfred Seifert).

Klappentext:
Mit dem Begriff der Entgrenzung lassen sich aktuelle Phänomene des Wandels von Arbeit und Arbeitskulturen fassen. Bild_ArbeitundNicht-Arbeit<Lange bestehende Standards von Arbeitsverträgen, Arbeitszeiten oder Arbeitsplätzen und -orten befinden sich in Auflösung oder werden ausgeweitet. Abgrenzungen von Arbeit und Arbeitslosigkeit, Familien- und Reproduktionsarbeit, von klassischer Lohnarbeit und Bürgerarbeit sowie gesellschaftlichem Engagement verlieren zunehmend an Schärfe. Die Grenzen der Bedeutung und des Verständnisses von Arbeit und Nicht-Arbeit werden gegenwärtig neu verhandelt. Die Autorinnen und Autoren untersuchen in empirischen Fallstudien die alltagskulturelle Dimension der mit dieser Entwicklung verknüpften gesellschaftlichen Handlungsprozesse.

Mit diesem Band wird die von der Kommission Schriftenreihe „Arbeit und Alltag. Beiträge zur ethnografischen Arbeitskulturenforschung" in der dgv eröffnet. In ihr sollen künftig Studien wie Qualifikationsarbeiten zur volkskundlich-kulturwissenschaftlich und ethnographisch ausgerichteten
Arbeitskulturen-Forschung dokumentiert werden.

Bestellformular

Preis : 32,80 Euro
Broschiert: 366 Seiten
Verlag: Hampp, München und Mering; Auflage: 1 (2. Januar 2009)
ISBN: 978-3-86618-308-7
Arbeit und Alltag: ISSN 1867-6316
 

Bonner Haus der Geschichte: "Moderne Zeiten. Arbeitswelt im Wandel nach 1945".

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Die Stiftung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis Ende 2009 eine/n

wissenschaftliche/n Projektmitarbeiter/in
(Entgeltgruppe 13 TVöD)

für eine geplante Wechselausstellung mit dem Arbeitstitel "Moderne Zeiten. Arbeitswelt im Wandel nach 1945".

Die Tätigkeit umfasst hauptsächlich die Mitarbeit an der wissenschaftlichen Konzeption, die Erarbeitung von Zielen und Themen für die besucherorientierte Umsetzung des Ausstellungskonzeptes, die Durchführung der Objekt- und Medienrecherchen sowie die Abfassung von Ausstellungstexten. Daneben sind organisatorische Tätigkeiten für diese Wechselausstellung durchzuführen.

Es werden Historiker/innen oder Volkskundler/innen mit abgeschlossenem Studium (möglichst Promotion) mit ausgeprägten Kenntnissen der deutschen Zeitgeschichte bzw. vertieften Kenntnissen der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte gesucht.

Museums- und Ausstellungserfahrung sind von Vorteil. Der routinierte Umgang mit Standardsoftware (Word, Excel) ist erwünscht. Die Bereitschaft zu hohem persönlichen Engagement und eine ausgeprägte Fähigkeit zur Teamarbeit werden vorausgesetzt. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen nach Maßgabe des Bundesgleichstellungsgesetzes, behinderte Menschen nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches -Neuntes Buch- bevorzugt berücksichtigt. Die Aufgaben können auch von Teilzeitkräften wahrgenommen werden.

Zur Einsparung von Postgebühren werden aufwändige Plastikhefter nicht zurückgesendet.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte an:
Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Personalreferat
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn



Bewerbungsschluss: 22.07.2008
Erschienen in DIE ZEIT
vom 10.07.2008
 

Luzern: Symposium Prekarität und Protest

Symposium
Prekarität und Protest
Prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse und deren politische Protestartikulation

Universität Luzern, 6.-7. Juni 2008

mit

Ulrich Bröckling (Universität Leipzig)
Sabine Hark (Universität Potsdam)
Serhat Karakayali (Universität Frankfurt am Main)
Jürgen Link (Universität Dortmund)
Oliver Marchart (Universität Luzern)
Marianne Pieper (Universität Hamburg)
Bernd Röttger (Universität Jena)


Wie lässt sich die zunehmende Prekarisierung der gesellschaftlichen Lebens- und Beschäftigungsverhältnisse verstehen? Welche sozialwissenschaftlichen Zugänge erlauben eine angemessene Beschreibung und Erklärung des Phänomens Prekarität? Und wie lässt sich das Verhältnis zwischen Prekarität und den sozialen Protestformen der Prekarisierten fassen? Diesen Fragen soll am Symposium "Prekarität und Protest" aus unterschiedlichen Perspektiven - wie etwa jenen von Regulationstheorie, governmentality studies, Post-Operaismus oder Diskursanalyse - nachgespürt werden.


Ort
Hauptgebäude der Universität Luzern, Pfistergasse 20, Hörsaal 1

Zeit
Freitag, 6. Juni 2008: 14.00 - 19.30 Uhr
Samstag, 7. Juni 2008: 9.00 - 14.00 Uhr


Veranstalter:
SNF-Projekt "Protest als Medium - Medien des Protests"
Prof. Oliver Marchart, Stephan Adolphs, Marion Hamm
Soziologisches Seminar der Universität Luzern
Bruchstrasse 43-45
CH-6003 Luzern
www.protestmedia.net
symposium at protestmedia.net


Es wird keine Tagungsbebühr erhoben. Um Anmeldung wird gebeten.
Email: symposium at protestmedia.net
Unterstützt vom Schweizer Nationalfonds und der Forschungskommission der Universität Luzern.


Programm
Freitag, 6. Juni 2008
14.00 – 15.15 Uhr

Einführung
Oliver Marchart: Prekarität und Protest.


Stephan Adolphs /Marion Hamm:
Euromayday. Eine soziale Bewegung auf dem Terrain prekarisierter Arbeits- und Lebensverhältnisse.

15.15 – 16.30 Uhr
Ulrich Bröckling:
Prekäres Regieren.

16.30 – 17.00 Uhr
Pause

17.00 – 18.15 Uhr
Jürgen Link
Wie normal ist die neue Prekarität?

18.15 – 19.30 Uhr
Marianne Pieper:
Postoperaistische Perspektiven auf Prekarität.



Samstag, 7. Juni 2008

09.00 – 10.15 Uhr
Bernd Röttger:
Lohnarbeit oder prekarisierte Regulation des Lohnverhältnisses? Umbrüche des Regulationsgefüges und Gratwanderungen der Regulationstheorie im revitalisierten Kapitalismus.

10.15 – 11.30 Uhr
Serhat Karakayali:
Migration als Spiegeleffekt des Prekären. Perspektiven auf Prekarisierung jenseits des methodologischen Nationalismus.

11.30 – 12.00 Uhr
Pause

12.00 – 13.15 Uhr
Sabine Hark:
"Wer geht putzen und wer wird Millionär?" Überflüssige, Geschlechterverhältnisse und die soziale Frage in Zeiten der Prekarisierung.

13.15 – 13.45 Uhr
Résumé
 

CfP Mobilität und Mobilisierung. Arbeit im soziokulturellen, ökonomischen und politischen Wandel

Call for papers

Mobilität und Mobilisierung. Arbeit im soziokulturellen, ökonomischen und politischen Wandel
14. Tagung der Kommission „Arbeitskulturen“ der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde

Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

München, 26.3.-28.3.09

Die 14. Tagung der „Kommission Arbeitskulturen“ innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde knüpft inhaltlich und konzeptionell sowie hinsichtlich der interdisziplinären Ausrichtung an die letzten beiden Kommissionstagungen in Passau (2005) und Hamburg (2007) an (http://www.d-g-v.org/kommissionen/index.html). Auch in München wird ein erweiterter Arbeitsbegriff in den Mittelpunkt gerückt, der Arbeit nicht auf Erwerbsarbeit verkürzt, son-dern auch andere Formen einbezieht, wie z.B. Familienarbeit, bürgerschaftliches Engagement oder Formen der „Eigenarbeit“. Im Zentrum der Tagung sollen Verfasstheit, Korrespondenz und insbesondere Wandlungsdynamiken von Arbeits- und Lebenswelten in Vergangenheit und Gegenwart stehen. Diese Wandlungsprozesse werden in rezenten Studien mit Hilfe von Begrifflichkeiten wie „Postfordismus“, „Flexibilisierung“, „Prekarisierung“, „Subjektivie-rung“ oder „multiple Entgrenzungen“ analysiert. Die weitere Diskussion dieser Konzepte soll in München allerdings unter einem spezifischen Fokus erfolgen. So wird es darum gehen, solche Prozesse und Dynamiken unter der Perspektive von „Mobilität und Mobilisierung“ zu erhellen und dabei auch besonders die in der Volkskunde prominiente historisch-vergleichende Perspektive stärker zu berücksichtigen.

Die Leitbegriffe umschließen dabei nicht nur zeitliche, sondern auch räumliche, soziale, mentale, psychische und organisatorische Aspekte. Das Spannungsfeld reicht von äußeren Mobili-tätsanforderungen in Ausbildung, Berufslaufbahn, Arbeitsstrukturen und Lebensverhältnissen sowie gouvernementalen Regulationsstrukturen bis hin zu gesellschaftlichen Mobilitätsdis-kursen und intrinsischen Prozessen der Be- und Verarbeitung von Mobilitätswünschen. Zu dem Themenfeld „Mobilität“ werden theoretische wie auch empirische Vorträge anvisiert, die nicht nur einschlägige Phänomene im Postfordismus, sondern auch historische Formen der „Arbeit in Bewegung“ gezielt und unter verschiedenen Aspekten in den Blick nehmen:

• zum einen lokale, z.B. transnationale, und zum anderen soziale Positionsverschiebungen in der Arbeitswelt

• Veränderungen der Arbeitsstrukturen und Arbeitsweisen in historischer und aktueller Perspektive

• die Mobilität bzw. Ortsunabhängigkeit der Arbeit

• saisonale oder dauerhafte Wechsel der Arbeits- und Lebensorte, etwa bei SaisonarbeiterInnen, Trans-MigrantInnen oder PendlerInnen

• Entgrenzungen und (neue) Grenzziehungen in historischer und gegenwärtiger Perspektive: wie lassen sich Bewegungen zwischen Arbeits- und Lebenswelt beschreiben? Zu denken ist an das Arbeiten zwischen „Zuhause“ und „Draußen“, an die Kapitalisierung des Lebens jenseits der Ewerbsarbeit, an Fragen nach Selbst-Ökonomisierung und „Work-Life-Balance“ oder auch an historische Entgrenzungen von Wohn- und Arbeitsformen, z.B. im Bereich der Heimarbeit.

• Wie sind Mobilitätsprozesse transnational oder sozial sowie eventuell auch aus einer gouvernementalen Perspektive zu fassen? Zu denken ist hier an Statusverschiebungen im Lebenslauf, individuelle und kollektive Prekarisierungsprozesse, neue Gruppenbildungen und Schichten im Kontext von ökonomischen Entwicklungen und kulturellen Verschiebungen (Proletariat und Prekariatszonen). Wie werden solche Formen und Räume der Prekarisierung durch gouvernementale Strategien und Praxen mit geschaffen?

• Wie sind Phänomene des „Kognitiven Kapitalismus“ (Yann Moulier Boutang) zu diskutieren, das sich im „Driften“ (Richard Sennett) artikuliert oder auch im Phänomen des Selbst-Vorsorge-Tragens als „mitarbeitender Kunde“ (G. Günther Voss)?

• Wie ist die psychische Mobilität der Arbeitenden zu erkunden, bedingt durch Jobwechsel oder lebenslanges Lernen?

• Wie ist der Wandel des gesellschaftlichen Diskurses über Arbeit zu analysieren?

• Wie lässt sich Mobilität und Mobilisierung museal konzeptionieren und ausstellen?

Neben einer akteurszentrierten Perspektive, aus der solche Themenfelder empirisch und fallstudienartig angegangen werden, soll auch Beiträgen Raum gegeben werden, die politische Entwürfe über die sich verändernden Arbeitsformen auf der Makroebene („Lebenslanges Lernen“, „aktivierender Staat“, „Employability“) zu analysieren suchen. Hier böte sich auch z.B. eine kritisch-selbstreflexive Analyse der Begrifflichkeiten „Mobilität“ und „Mobilisierung“ an sowie der damit verbundenen soziokulturellen Selbstbilder.

Der Fokus „Mobilisierung“ verweist vor allem auch auf die imaginativen Momente der Ar-beitswelt ebenso wie auf alltägliche individuelle und kollektive Widerständigkeiten gegen die marktförmige Zurichtung des Lebens – im Sinne des neuen „Geistes des Kapitalismus“ (Boltanski/Chiapello) oder im Sinne der Disziplinarisierungsdynamiken im fordistischen Wohlfahrtsstaat. Wenn hier nich zuletzt dazu aufgerufen wird, in der Tradition der Arbeiterkulturforschung alltägliche Gegenmuster und Formen der Widerständigkeit, z.B. auch gegen die Rhetorik der Globalisierung, Flexibilität oder gegen andere „Zwänge des Marktes“, aus einer Akteursperspektive heraus als Praxen dicht zu beschreiben, dann werden hier zudem Stärken und Spezifiken volkskundlichen Denkens und ethnographischen Arbeitens ausgespielt, die auf dieser Tagung in einem interdisziplinären Austausch reflektiert werden sollen. Des weiteren sind Beiträge besonders willkommen, die aus einer Metaperspektive die virulente Diskurse über scheinbar „neue“ Arbeitsformen durch den historischen Vergleich sowie durch Diskursanalysen kritisch hinterfragen.

Der „Call“ richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Volkskunde/ Europäischen Ethnologie/Empirischen Kulturwissenschaft und verwandter sozialwissenschaftlicher Disziplinen, die die Themen „Arbeit und Leben“ in Geschichte und Gegenwart untersuchen und sich von der einen oder anderen der hier aufgeworfenen Fragen angeregt fühlen. Ausdrücklich aufgerufen sind auch AbsolventInnen , die sehr gute Qualifizierungsarbeiten verfasst haben. Vorträge können in deutscher oder englischer Sprache gehalten werden. Sie werden in einem Tagungsband zeitnah an die Tagung publiziert. Die Autorinnen und Autoren der für die Tagung ausgewählten Beiträge werden Anfang August benachrichtigt.

Senden Sie Ihr abstract (max. 2000 Zeichen) bitte bis 04. Juli 2008 an folgende Adresse:

B.Lemberger[at]vkde.fak12.uni-muenchen.de

Konzeption und Organisation:
Prof. Dr. Irene Götz , Barbara Lemberger, M.A.

Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie
Ludwig-Maximilians-Universität München
Ludwigstrasse 25
D-80539 München
http://www.volkskunde.uni-muenchen.de/index.html
 

CfP: Produktion und Reproduktion: Arbeit und Fotografie

Call for papers
Produktion und Reproduktion: Arbeit und Fotografie

Westsächsisches Textilmuseum Crimmitschau, 24./25. April 2009
Einsendeschluss 1. Oktober 2008

Ausgangsinteresse und Absicht der Tagung "Produktion und Reproduktion: Arbeit und Fotografie" ist es, zum Verstehen von Fotografien aus dem Themenkreis der Industriearbeit als Quellen kulturhistorisch orientierter Forschung beizutragen. Anhand von Fallstudien werden Bestände und Sachverhalte sowie Methoden der Analyse vorgestellt. Zugleich entsteht ein Überblick über die Entwicklung des Genres seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute. Dabei liegt ein Augenmerk auf Sachsen, doch können und sollen Fragestellungen und Beispiele nicht auf diese Region begrenzt sein.

Ob als Arbeiter- oder als Werksfotografie entstanden, ob als private Erinnerung oder als Werbematerial genutzt, ob in Alben aufbewahrt oder in Bildbänden gedruckt, ob Selbstbild der Unternehmen oder Selbstentwurf der Arbeiter: die Fotografien dokumentieren nicht allein Sachverhalte, sie sind mentalitätsgeschichtlich komplexe Sinnstiftungen.

Ziel soll daher sein, Zusammenhänge zu analysieren: etwa zwischen Arbeitsformen und Produktionsverhältnissen mit den verbildlichten Interaktionen und Rollenbildern, den sozialen Inhalten des physischen Handelns mit dem fotografischen Akt oder den Darstellungsformen und den Gebrauchsweisen der Fotografien in ihren intendierten oder auch in musealen Zusammenhängen.

Solche Betrachtungsweise erweitert die den Objekten der Sammlungen und den Dokumenten der Archive zu entnehmenden Informationen um Symbole gelebten Lebens in einem "Museum der Blicke", das im Spannungsfeld von emphatischer Nähe und kognitiver Distanz auf ganz eigene Art und Weise zwischen historischen Sachverhalten und den Medienerfahrungen heutiger Betrachter zu vermitteln in der Lage ist.

Die Tagung wird in Kooperation des Westsächsischen Textilmuseums Crimmitschau mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) Dresden ausgerichtet. Eine anschließende Tagungspublikation ist geplant. Beiträger/innen unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen sind eingeladen, bis zum 1. Oktober 2008 ein etwa 2.000 Zeichen umfassendes Exposé beim Westsächsischen Industriemuseum Crimmitschau einzureichen.



Westsächsisches Industriemuseum Crimmitschau
Frau Claudia Schindler
Leipziger Straße 125
08451 Crimmitschau
Tel.+49-3762-931939, Fax +49-3762-931938
crimmitschau[at]saechsisches-industriemuseum.de
www.saechsisches-industriemuseum.de



Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Herrn PD Dr. Manfred Seifert
Zellescher Weg 17
01069 Dresden
Tel. +49-351-4361650
Fax +49-351-4361651
isgv[at]mailbox.tu-dresden.de
www.isgv.de
 

Heute abend, 21 Uhr auf ARTE: "Workingman's Death"

Dienstag, 29. April 2008 um 21.00 Uhr, ARTE

Wiederholungen :
01.05.2008 um 09:50
05.05.2008 um 03:00

Heute abend läuft auf Arte "Workingman's Death" - sozusagen die globalisierte Reprise des Fordismus und der Schwitzbuden:

Workingman's Death
(Deutschland, 2005, 119mn)
Regie: Michael Glawogger
Musik: John Zorn


"Anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai zeigt ARTE mit dem Dokumentarfilm von Michael Glawogger in fünf Bildern Schwerstarbeit, die in unserem technologisierten 21. Jahrhundert zunehmend unsichtbar wird. In der Ukraine beispielsweise kriechen Kumpel den ganzen Tag in engen, illegalen Kohlegruben. Schwefelarbeiter in Indonesien trotzen den Dämpfen und der Hitze eines aktiven Vulkans. Zur alltäglichen Routine von Arbeitern auf einem nigerianischen Schlachthof gehören der Umgang mit Blut, Gestank und Feuer. Pakistanische Männer wiederum verschrotten mit kaum mehr als ihren bloßen Händen einen alten Tanker. Und Stahlarbeiter in China befürchten, sie wären eine aussterbende Art. Die Arbeiter von heute werden nicht mehr besungen, was ihnen bleibt, ist sich gegenseitig zu ermutigen, dass Schwerstarbeit zu verrichten besser ist, als gar keine Arbeit zu haben."

Weitere Informationen

Ziemlich empfehlenswert!
 

Rezension des Passauer Arbeitskulturentagungs-Bandes

Auf H-Soz-Kult (23.04.2008) ist von Ulrike Richter (Marburg) eine Rezension des Passauer Arbeitskulturenbandes online gegangen:

Seifert, Manfred; Götz, Irene; Huber, Birgit
(Hrsg.): Flexible Biografien? Horizonte und Brüche
im Arbeitsleben der Gegenwart.
Frankfurt am
Main u.a.: Campus Verlag 2007. ISBN: 978-3-
593-38486-3; 241 S.

In dieser Rezension werden auch die beiden Hamburger Beiträge von Klaus Schönberger und Gerrit Herlyn gewürdigt.
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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Roboter im Film
http://www.zeit.de/kultur/ film/2015-04/ex-machina-fi lm-android-roboter
amischerikow - 21. Apr, 13:40
Trauern in der Online-Version
Prof. Dr. Norbert Fischer über digitale Trauerportale...
amischerikow - 18. Feb, 10:49
Robo-Bar
https://www.wired.de/colle ction/latest/ausgabe-0215- robo-mit-schuss
amischerikow - 14. Feb, 16:36
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Publikationen aus dem Forschungskolleg










Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.








Anika Keinz, Klaus Schönberger und Vera Wolff (Hrsg.)
Kulturelle Übersetzungen
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