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Die Soziologen Thies Albers und Thomas Dierschke von der WWU Münster bloggen unter Internet Gesellschaft
Da passierte seit April erstmal nichts, ich habe schon an meinem RRS-Reader gezweifelt und laut meinen Bildschirm angemault: Jetzt bloggt doch mal endlich. Der Sinn des Blogs ist aber eher die Dokumentation einer Ringvorlesung zum Thema "Wie verändert das Internet unser Leben und die Gesellschaft?" und nicht so sehr das tagesaktuelle Berichten. Jetzt läuft die Sache und einer der Referenten, Prof. Dr. Gottfried Vossen vom Institut für Wirtschaftsinformatik der WWU, hat auf dieses lustige Video hingewiesen:



Seit Tagen denke ich darüber nach, wie wohl die kulturwissenschaftliche Technikforschung auf den Aufruf von Ludger Heidbrink, Claus Leggewie und Harald Welzer reagieren wird, das Supermarkt-Video hat mich erstmal nur an diesen Kino-Spot von Greenpeace erinnert, der eine ziemlich gute Erklärung für "E-Mail" bietet.

Foto-Ethnographie von Ulrich Hägele

Ein voluminöser Sonderband (im Verlag der Tübinger Vereinigung für Volkskunde) mit dem Titel "Foto-Ethnographie - Die visuelle Methode in der volkskundlichen Kulturwissenschaft" und einer Bibliogrpahie zur visuellen Ethnographie 1839-2007 von Ulrich Hägele liegt druckfrisch vor mir auf dem Schreibtisch.

Ulrich Hägele: Foto-Ethnographie. Die visuelle Methode in der volkskundlichen Kulturwissenschaft. Tübingen 2007
(Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V.).

Der Band kommt im Großformat 21 x 29 cm, hat 420 Seiten (Fadenheftung!) und über 350 Abbildungen (zum Teil in Farbe) heraus und im Klappentext heißt es:


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"Als Bildwissenschaft agierte die Volkskunde seit ihren Abnfängen Endes des 19. Jahrhunderts mit Fotografien und verwendete sie zumeist zur Illustration und Dokumentation von Trachten, Bräuchen und ländlichen Architekturen. Zugleich begünstigte der Umgang mit dem visuellen Medium den Prozess der sich etablierenden Volkskunde als Wissenschaft. Heute nimmt die quellenkritische und theoretisch fundierte Erforschung der Visuellen Kultur in den neu formierten volkskundlich- kulturwissenschaftlichen Disziplinen eine herausragende Rolle ein.
Ulrich Hägele nähert sich der ethnographischen Fotografie unter den drei Stichwörtern Sinnstiftung, Ideologisierung und Professionalisierung. Er liefert faszinierende Einblicke in die Geschichte der foto-ethnographischen Feldforschung und beschreibt anschaulich die interdisziplinären Möglichkeiten des methodischen Vorgehens. Das Buch ist die erste deutschsprachige Monographie, die sich der ethnographischen Fotografie in dieser Ausführlichkeit und zeitlichen Tiefe widmet."


In diesem Band zeigt Ulrich Hägele wie die kulturwissenschaftliche Technikforschung der Fotografie die visuelle Dokumentation von Phänomenen des Alltags verdankt. Innerhalb der "Visual History" stellt das fotografische Bild eine herausragende Quelle dar, um biographische, zeithistorische und wissenschaftliche Fragen näher zu beleuchten. Wissenschaftsgeschichtlich erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts mit der verstärkten Verwendung des technischen Mediums der Fotografie eine zunehmende Professionalisierung und Systematisierung der Forschungspraxis, ohne die eine moderne Sozial- und Kulturwissenschaft kaum möglich gewesen wäre. Auf den Band werde ich noch ab und an zurückkommen.

Kuckuck -CfP: "Zeit-Räume"

kuckuck
Die Grazer Zeitschrift "kuckuck - notizen zur alltagskultur"
sucht Autorinnen und Autoren für die Ausgabe 1/2008 unter dem Titel "Zeit-Räume".

Redaktionsschluss ist am 31.März 2008.


Interessierte wenden sich für nähere Informationen bitte an:
elisabeth.katschnig[at]uni-graz[dot]at

Informationen zum Kuckuck unter: http://www.uni-graz.at/kuckuck

Kontakt:
Prof. Dr. Elisabeth Katschnig-Fasch
Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie
Karl-Franzens-Universität Graz
Attemsgasse 25/I, 8010 Graz
elisabeth.katschnig[at]uni-graz[dot]at

"Hier bloggt der Chef" - Corporate Blogs auf dem Vormarsch?

lautet die Überschrift eines Artikels von Jean-Michel Berg in der Süddeutsche Zeitung , (2.11.2007)
über "Unternehmen im Netz", die entdeckt haben, dass das Weblog-Medienformat durchaus für ihre eigenen Zwecke quasi "eigensinnig" (angesichts der Erzählungen über Gegenöffentlichkeit und Bloggen" (1) um in der Terminologie der Nachfolgedisziplinen der Volkskunde zu argumentieren:

"Neben der obligatorischen Internetpräsenz haben Unternehmen das Bloggen entdeckt. Zählt also die Meinung des Verbrauchers doch?
(...)
Auf diese sogenannte Blogosphäre haben die Netz-Utopisten zuletzt ihre Hoffnungen gesetzt. Wer einen Internetzugang hat, kann zu jedem Thema seine Meinung äußern; staatliche Zensur ist kaum möglich, und jede Stimme hat potentiell das gleiche Gewicht. Das mag noch kein idealer herrschaftsfreier Diskurs sein, aber das alte Konzept vom Bürgerjournalismus konnte sich nie stärker verwirklichen als hier. Blogs bilden eine Gegenöffentlichkeit - in manchen Ländern gar die einzig relevante - , und sie haben eine große Leserschaft.

In der westlichen Welt haben bislang vor allem Großkonzerne ihre Macht zu spüren bekommen; nun versuchen sie, die Deutungshoheit über ihre Unternehmungen zurückzugewinnen. Zur obligatorischen Internetpräsenz ist der "Corporate Blog" hinzugekommen. Bei General Motors etwa bloggt der Vize-Chairman Bob Lutz, bei Daimler schreiben seit einigen Tagen die Mitarbeiter.

Dass die Unternehmen sich in Webtagebüchern an die Verbraucher wenden, sich auf eine gemeinsame Ebene begeben, das klingt nach einer frohen Botschaft. Der Daimler-Blog verspricht sogar den "Einblick in einen Konzern". Zählt also die Meinung des Verbrauchers doch? Kann er hier auf die Politik des Unternehmens einwirken, wenn es um Umweltschutz oder Kinderarbeit geht?"


Mit dieser Tendenz zu den Corporate Blogs ist der Autor unzufrieden:

"Man kann den Unternehmen nicht einmal vorwerfen, dass sie ihre privaten Interessen bedienen. Ärgerlich ist aber, wenn sie dem Ganzen einen öffentlichen Anschein geben. Aber so ärgerlich nun auch wieder nicht: Denn solange hier der Schein regiert, solange keine wirklichen Einblicke gewährt und keine wirkliche Diskussion stattfindet, werden solche Blogs auch kaum Aufmerksamkeit finden. Und Aufmerksamkeit ist nun mal die Währung des öffentlichen Raumes."

(1) Vgl. hierzu auch: Tobler, Beatrice: Das Internet an den Graswurzeln packen … Zur Tragweite von Graswurzelbewegungen im Internet am Beispiel von Weblogs. In: Hengartner, Thomas/Moser, Johannes (Hg.): Grenzen & Differenzen. Zur Macht sozialer und kultureller Grenzziehungen. Leipzig 2006, S. 675-683.
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.








Anika Keinz, Klaus Schönberger und Vera Wolff (Hrsg.)
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