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Wolfgang Zeglovits: "Reales, virtuelles Leben: 'Für Junge kein Unterschied'“

Zum Thema Online/Offline hat die Wiener Tageszeitung "Die Presse" (26.04.2008), Wolfgang Zeglovits (Wien) interviewt. Das Interview ist im Rahmen des "Thema des Tages: Die Gesellschaft der Voyeure" plaziert und es finden sich eine Reihe von zwar kulturpessimistisch motivierten aber gar nicht so uninformativen Beiträgen zum Thema Privatheit und Internet. Wolfgang Zeglovits hält dagegen und argumentiert historisch:

"Medienanthropologe Wolfgang Zeglovits sieht YouTube & Co. als weltweiten Vertriebskanal für private Medienmacher.

Warum veröffentlichen User selbst erstellte Inhalte im Netz?

Zeglovits: Das Bedürfnis nach Öffentlichkeit gab es schon immer. Nur fehlten der Masse die technischen Möglichkeiten. Heute ist der PC ein Universalgerät zur Medienerstellung. Jedermann kann Videos auf einem Niveau schneiden, von dem früher Profis träumten. Das Internet ist nur ein Hilfsmittel zur Distribution. Die finanziellen Hürden und das notwendige Know-how sind deutlich geringer als vor wenigen Jahren.

Das Internet ist nur Mittel zum Zweck, nicht aber der Grund für den neuen Exhibitionismus?

Zeglovits: Der Wille zur Selbstdarstellung ist Teil des menschlichen Naturells. Schon in den 1980er Jahren haben Zuseher Videokassetten mit ihren schrägsten Aufnahmen an die „Hoppala“-Redaktion des ORF geschickt. Allerdings mit der Einschränkung, dass sie von der Redaktion bewertet und nur die besten ausgestrahlt wurden. Das ist jetzt nicht mehr nötig. Bei YouTube hat man eine Garantie, auf Sendung zu gehen. Ganz ähnlich ist es mit Leserbriefen einer Zeitung, bei denen anders als bei einem Weblog eine Vorauswahl getroffen wird."


Das ganze Interview

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Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.




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