Volkskunde vs. Völkerkunde? Kulturwissenschaftliche Technikforschung and Cyberanthropology

Alexander Knorr ist Wissenschaftlicher Assistent an der LMU München an der Fakultät für Kulturwissenschaften / Institut für Ethnologie und Afrikanistik. Dort betreibt er unter anderem ein englischsprachiges Weblog "xirdalium" zu seinem Schwerpunkt Cyberanthropologie ("a blog in the strict
sense of the term accompanying the c y b e r anthropological
research-project 'm a x m o d'"
) . Nun hat er offensichtlich dieses Weblog hier entdeckt und nimmt das zum Anlass, sich prinzipiell zum Verhältnis von Volkskunde und Völkerkunde zu äußern.


Hats

(Diese Abbildung ist der Aufmacher für seinen Weblogeintrag)

Zunächst zitiert er ausführlich aus unserer englischen Selbstdarstellung (scrollen). Dabei versucht er seinem englischsprachigen Publikum den Unterschied zwischen Volkskunde und Völkerkunde zu erklären:

"Now you may ask what is "Volkskunde" and how is it differentiated from ↵sociocultural anthropology?"

Für seine Argumentation greift er auf die Erklärung von Alan Barnard ("History and Theory in Anthropology") zurück, die mir dann doch etwas zu schlicht ausfällt, da sie offensichtlich den Stand vor 1970 referiert und wenigstens in den mir im Moment verfügbaren Auszügen die nach 1970 stattgefundenen Entwicklungen (etwa die Hinwendung zu den Sozialwissenschaften insgesamt, zu den Cultural Studies oder zur Sozialgeschichte bzw. ihre zentrale Rolle für die Durchsetzung der Alltagsgeschichte nicht reflektiert oder wenigstens erahnen lässt):

"In Germany and parts of Central and Eastern Europe, there is a further distinction, namely between Volkskunde and Völkerkunde. These terms have no precise English equivalents, but the distinction is a very important one. Volkskunde usually refers to the study of folklore and local customs, including handicrafts, of one's own country. It is a particularly strong field in these parts of Europe and to some extent in Scandinavia. Völkerkunde is the wider, comparative social science also known in Germany as Ethnologie. (Barnard 2000: 2)"

Schließlich informiert A. Knorr über die Irrungen und Wirrungen der Münchner Version der BA/MA-Einführung und den Konsequenzen dessen, dass die Münchner Volkskunde sich den Zusatz "Europpäische Ethnologie" gegeben hat, was im übrigen auch andernorts immer wieder diskutiert wurde, aber offensichtlich hier am weitesten fortgeschritten ist :

"And indeed since quite some years Munich's Institut für Volkskunde has added Europäische Ethnologie to its name. This addition lured some outsiders, namely within the university's higher administration, to the following request: "Fuse those two things, they have converged to indistinguishability already!" The "greater vision" was to have the fusage manifested in one BA-course-of-studies, and pressure towards that end was executed upon us. For roughly the last one and a half years we had intensive talks with our Volkskunde-peers. In terms of envisioned structure the result of the talks indeed is a combined BA, but with two clearly separated MAs on top of it. The really worthwhile results of the talks are the vast clarification of indeed different methods, perspectives and approaches at large. Volkskunde and Völkerkunde of course are kin disciplines which share a lot—but there's a big heap they don't share. Herein lies the value of cooperation: mutual influence and benefit. Interdisciplinarity—still one of the biggest buzzwords flying around into every direction within the ivory tower and beyond—needs disciplines as a prerequisite."

Es dürfte der Zustand der Wissenschaftslandschaft insgesamt sein, nämlich die zahlreichen Versuche Hochschule zu ökonomisieren, der dazu führt, dass die an sich vernünftige Bestrebung, das Gemeinsame zu betonen, in dieser Form ad absurdum geführt wird.

"And it's not meant as a melting pot. The same is true for the respective sub-genres cyberanthropology and Kulturwissenschaftliche Technikforschung. There's still the naive, cliché-laden way of how to distinguish disciplines: Them guys are looking at Europe, and them other guys are looking on Africa; those two gangs are both looking at technology ... That way of defining and circumscribing academical endeavours is as dated as hat and helmet pictured above. They are a joke at best."

In der Tat, so lässt sich die Geschichte nicht mehr erzählen. Insbesondere im Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung nicht mehr. Mehr dazu, in den nächsten Wochen.

Aber: What about "the heap, they don't share"?
Vielleicht nur soviel aus meiner Sicht, nämlich dass es in unserer Fachperspektive keinen Sinn macht (wobei ich das für die Ethnologie nicht in Abrede stellen möchte und so etwas - um ein Thema zu pushen - eine Zeit lang auch stimmig sein kann), das Internet im Sinne einer CyberVolkskunde oder Cyberkulturwissenschaft zu untersuchen. Ich sehe darin ein mediales Artefakt, dass insbesondere in Verknüpfung mit dem 'Real Life' von Bedeutung ist.

Das ist aber in der Tat ein interessanter Punkt. Vielleicht können wir uns darüber in eine konstruktive Diskussion verwickeln.
orangemcm. - 17. Feb, 00:24

"..Hinwendung zu den Sozialwissenschaften insgesamt, zu den Cultural Studies oder zur Sozialgeschichte bzw. ihre zentrale Rolle für die Durchsetzung der Alltagsgeschichte nicht reflektiert oder wenigstens erahnen lässt.."

Was genau wendet sich wohin ?

kschoenberger - 17. Feb, 09:17

Die Nachfolgedisziplinen

der Volkskunde orientierten sich in ihrem Wissenschaftsverständnis, aber auch im Blick auf ihren Untersuchungsgegenstand in die genannten Richtungen. Wobei dann interessanterweise diese Entwicklungen durchaus Rückwirkungen zeigten, ohne dass damit ein originärer Zusammenhang in Bezug auf den "cultural turn" behauptet werden soll.

Vgl. grundlegend: Bausinger/Jeggle/Korff/Scharfe: Grundzüge der Volkskunde. Darmstadt 1978, S. 1-15.
orangemcm. - 18. Feb, 07:29

Na da wurde aber mächtig editiert.
Danke für die Erläuterung. Ich habe von Volkskunde vs. Völkerkunde nicht viel Ahnung und mir war nicht klar, worauf sich die zitierte Klammer bezog.

".. wenig Sinn, das Internet im Sinne einer CyberVolkskunde oder Cyberkulturwissenschaft zu untersuchen."

Was auch immer das sei - Knorrs Begriff der Cyberanthropology, so wie er ihn definiert, ist sicherlich nicht gleichzusetzen mit "Cybervolkskunde" oder auch "Cyberkulturwissenschaft", er repräsentiert vielmehr eine bestimmte Betrachtungsweise auf Kultur, kulturelle Artefakte und die Organisation des Menschen darin und damit. (Muß ich bei Gelegenheit nochmal versuchen, eleganter auszudrücken - es triffts nicht ganz.) Die kulturelle Aneignung von ICTs ist eine zentrale Frage in seinem Habilitationsprojekt. Auch wenn es dort nicht explizit so formuliert wird, es geht um Eigensinn.

Das Internet: "ein mediales Artefakt, das insbesondere in Verknüpfung mit dem 'Real Life' von Bedeutung ist.

Hier wird Knorr auf keinen Fall widersprechen.
Ich würde das Artefaktsein erweitern um: es ist ein Raum sozialen und kulturellen Handelns, das partiell denselben und partiell anderen Bedingungen unterworfen ist als es Handlungen im offlife sind.
("Offlife", um das Gegensatzpaar real vs. virtual bzw. online vs. offline nicht immerwieder zu rekonstituieren, das die deutsch- und englischsprachige internet Forschung bis in die späten 90er dominiert hat.)

zephyrin_xirdal - 19. Feb, 15:53

cyberanthropology

Mein hier diskutierter Eintrag sollte ursprünglich ein Kommentar zu "Blogger" gegen "Akademiker"?, die sich darum rankende Diskussion, zu blogosphere, netiquette etc. werden. Aber während des Schreibens sind meine Gedanken aus der Richtung gewandert, und schließlich wurde "Volkskunde vs. Völkerkunde?" daraus.

Anyway, beim folgenden Absatz habe ich Verständnisschwierigkeiten:

Vielleicht nur soviel aus meiner Sicht, nämlich dass es in unserer Fachperspektive keinen Sinn macht [...], das Internet im Sinne einer CyberVolkskunde oder Cyberkulturwissenschaft zu untersuchen. Ich sehe darin ein mediales Artefakt, dass insbesondere in Verknüpfung mit dem 'Real Life' von Bedeutung ist.

Was bedeutet, daß es keinen Sinn macht, "[...] das Internet im Sinne einer CyberVolkskunde oder Cyberkulturwissenschaft zu untersuchen", wenn es doch offensichtlich Sinn macht, das Internet im Sinne einer Kulturwissenschaftlichen Technikforschung zu untersuchen?

Meiner Lesart nach, die beileibe nicht die einzig mögliche ist, bedeutet cyberanthropology im weitesten Sinne "den ethnologischen Versuch, die kulturell informierten Beziehungen zwischen dem Menschen und denjenigen technologischen Artefakten, die modellhaft als kybernetische Systeme beschrieben und vorgestellt werden können, zu verstehen. Zu diesen Beziehungen zählt auch das Zusammenbringen von Technologie mit menschlichen und anderen biologischen Organismen, menschlicher Gesellschaft und der sozioökologisch geformten Umwelt. Aber durch jüngste Diskurse, die sich um Metaphern wie 'Globalisierung' und 'information age/society' ranken, geraten insbesondere 'Information and Communication Technologies' (ICTs) wie Computer und Internet in den Fokus der Cyberanthropology. [...]" (Mein Versuch einer Definition von cyberanthropology, deutsche Version hier)

Wesentlich für unsere Diskussion ist "ethnologischer Versuch", d.h. es wird versucht, den gewählten Gegenstand mittels ethnologischer Methoden, Konzepte, Modelle und Theorien zu verstehen ... der/die/das Forscher/in kommt mit "ethnologischem Gepäck" angereist. Soziologen kommen mit soziologischem Gepäck, Volkskundler mit volkskundlichem etc. Hierin ist keinesfalls eine Wertung enthalten, sondern es wird lediglich festgestellt, daß Vertreter unterschiedlicher Disziplinen die Dinge zunächst unterschiedlich sehen und angehen. Wäre dem nicht so, wären Volkskunde, Soziologie und Ethnologie ja ein und dasselbe; und das ist ja wohl nicht der Fall.

Ein Ethnologe, der sich mit soziokulturellen Phänomenen beschäftigt, die sinvoller- und begründeterweise 'juristisch' genannt werden können, nennt seinen Arbeitsbereich "Rechtsethnologie"—analog nenne ich meinen Arbeitsbereich cyberanthropology. Soziologen die sich mit vergleichbaren Phänomenen auseinandersetzen nennen ihren Arbeitsbereich vielleicht "Internetsoziologie" oder "Techniksoziologie" etc. ... entsprechendes gilt für die Volkskunde, denke ich. Der Begriff "Kulturwissenschaftliche Technikforschung" ist für mich plausibel begründet, macht Perspektive und Fachverständnis der Beteiligten deutlich. Also ist KT als Bezeichnung legitim. Aber cyberanthropology eben auch.

Oder ist das Präfix -cyber Stein des Anstoßes? Buzzwords sind auch nicht das Meine, aber hinter der Bezeichnung cyberanthropology stehe ich mittlerweile. Siehe why cyberanthropology—why "cyber-"?

"Ich sehe darin ein mediales Artefakt, dass insbesondere in Verknüpfung mit dem 'Real Life' von Bedeutung ist."

Von meiner Warte aus ist das Internet zunächst ein technologisches Artefakt, eine Infrastruktur, die ein Bündel von Interaktions- und Kommunikationsmedien ermöglicht und trägt, das ständig erweitert und verändert wird. Der Umgang mit dieser Infrastruktur und den entsprechenden Technologien, Bedutungszuschreibungen, soziale Praktiken etc. sind selbstverständlich integral mit nicht-online vermittelter Erfahrung, Kommunikation und Interaktion (dem 'Real Life') verzahnt. Online- und offline-Erfahrung sind Teil des selben Ganzen.

P.S.: Bezüglich Normen, Wertvorstellungen etc. von online-Milieus—deep-linking wird nicht gerne gesehen und gilt als unhöflich. Die mir zur Verfügung stehende Bandbreite "spürt" den obigen deep-link auf hats.png zwar gar nicht, dennoch ist das keine favorisierte Praxis. Andere, vor allem diejenigen mit limitierter Bandbreite reagieren u.U. empfindlich darauf.

kschoenberger - 1. Mär, 21:35

Auto-Volkskunde und Cyberanthropology

Alexander Knorr schrieb:

Anyway, beim folgenden Absatz habe ich Verständnisschwierigkeiten:

[ks] "Vielleicht nur soviel aus meiner Sicht, nämlich dass es in unserer Fachperspektive keinen Sinn macht [...], das Internet im Sinne einer CyberVolkskunde oder Cyberkulturwissenschaft zu untersuchen. Ich sehe darin ein mediales Artefakt, dass insbesondere in Verknüpfung mit dem 'Real Life' von Bedeutung ist."

[ak] Was bedeutet, daß es keinen Sinn macht, "[...] das Internet im Sinne einer CyberVolkskunde oder Cyberkulturwissenschaft zu untersuchen", wenn es doch offensichtlich Sinn macht, das Internet im Sinne einer Kulturwissenschaftlichen Technikforschung zu untersuchen?


Es ist keinesfalls meine Absicht, die generelle Berechtigung von Cyberanthropologie in der Ethnologie in Abrede zu stellen. Es ging vor allem darum die Frage von Alexander Knorr zu beantworten, was denn den Unterschied zwischen Volks- und Völkerkunde ausmachen könnte.

Dabei habe ich nur betont, dass es aus meinem Verständnis der Nachfolgendisziplinen der Volkskunde (EKW, Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie) sowie einer Kulturwissenschaftlichen Technikforschung nicht sinnig ist, eigens eine weitere Schublade in Verknüpfung mit "Cyber" oder "Internet" in unserem Fachkontext aufzumachen. So kann niemand ignorieren, dass das Automobil den Alltag in dieser Gesellschaft in einer Weise prägt, der wahrscheinlich noch über die Bedeutung des Internet hinausreicht. Dennoch formierte sich keine „Auto-Anthropologie“, obwohl es das technische Leitfossil des Fordismus war..

Aus der Tatsache, dass wir uns hier in Hamburg als Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung bezeichnen, auch die Zwangsläufigkeit des hier diskutierten Labels Cyberanthropology abzuleiten, leuchtet mir allerdings nicht ein.

Kulturwissenschaftliche Technikforschung zielt sowohl methodisch, theoretisch und von den Forschungsfeldern viel weiter als auf das Internet. Es geht dabei eben um "the whole way of life", in dem Technisierung, technische Artefakte und Nutzungskontext ein kaum weg zu diskutierender Faktor des Alltagslebens ist.

Der Bezug auf die Sache, das technische Artefakt, also die materielle Kultur, ist hierbei nur ein Strang (wenn auch ein gleichberechtigter). Für meinen Geschmack würde ich inzwischen eben nicht mehr nur das Internet untersuchen wollen (sondern die Integration ganz verschiedener Techniken in die Konzepte alltäglicher Lebensführung anvisieren).

Die im hier diskutierten Label ‚Cyberanthropology’ implizt enthaltene Behauptung, dass das Internet die Haupttechnik des soziokulturellen Wandels sei, ist für mich zunächst einmal eine Hypothese und keine Tatsache, und müsste gruppenspezifisch differenzierend untersucht werden.

Um es nochmals zu verdeutlichen:

Nach dem bisherigen Stand der Forschung finde ich jene Herangehensweise nachvollziehbarer, die sich soziale Gruppen oder Orte oder meinetwegen auch soziale Praxen wie das Spielen anschaut und in diesen Kontexten die Internetnutzung diskutiert. Wenn ich die Internet-Nutzung bereits zum Ausgangspunkt mache - was aus arbeitsökonomischen Gründen manchmal unvermeidbar oder sinnig ist - dann verbaut mir dieses Aprioi bereits begrifflich-konzeptionell einen breiten Blick auf die Nutzungspraxen für die Medien- und Techniknutzung insgesamt.
Hinsichtlich der Nutzungspraxen von SchülerInnen im Zusammenhang mit LAN-Parties interessieren sich die Fächer, in denen ich beheimatet bin, vor allem für die Rolle der Technik bei den hiermit verbundenen soziokulturellen Handlungs- und Kommunikationsmustern. Das kann mitunter auch bedeuten, dass ihre Rolle enorm wichtig wird. Wenn ich etwa Jugendkultur untersuche, dann wäre es ziemlich verfehlt, Handy, Internet oder Video oder TV außen vor zu lassen. Aber spannend wird es doch erst dort, wenn ich die Funktionalitäten dieser Techniknutzung mit einbeziehe. Das Handy dient zugleich eben der Peer-Group-Bildung und das Internet interessiert sie beispielsweise größtenteils in Bezug auf den Download von Filmen und Musik. In diesem Sinne erfüllt Kulturwissenschaftliche Technikforschung für mich vor allem eine Querschnittsfunktion, deren Wissen und Methoden für die Untersuchung von immer mehr Lebenswelten von Bedeutung ist. Vielleicht ist es wie bei Gender- versus Frauenforschung. Es macht aus meiner Sicht – dauerhaft keinen Sinn eine eigene Spielwiese zu begründen – vielmehr kommt es darauf an, dass der Blick darauf immer gerichtet ist. Dafür macht es durchaus Sinn, den Fokus Technik zu betonen (bzw. Methoden und Wissen hierfür entwickelt werden), dabei würde ich eine Disziplin wie die unsrige, aber nicht noch weiter thematisch differenzieren.

Nun mag diese Kontroverse auf manche im schlechten Sinne akademisch wirken und haarspalterisch daherkommen. Für mich macht es aber einen Unterschied, von welchem Punkt ich ausgehe. Und erst über die Betonung der Praxen macht auch die Beschäftigung mit der Technik per se wieder Sinn. Aber vielleicht mag es auch nur daran liegen, dass mich Online-Computerspiele an sich als Untersuchungsgegenstand nicht wirklich interessieren, sie aber im Verbund mit der Untersuchung des ‚real life’ spannend finde.

Vielleicht ist es auch einfach so, die Ethnologie lebt ein Stück weit von den verschiedenen Territorien oder „Kulturen“, die ihren Untersuchungsgegenstand ausmacht – der Blick der Nachfolgedisziplinen der Volkskunde ist geprägt von dem Selbstverständnis als historisch argumentierende Alltagswissenschaft. Da erscheint es wenig Sinn zu machen, die Baustellen zu eindeutig zu markieren, weil der Blick eh ein weiter sein muss. Zudem denke ich, die Situation hat sich verändert: Es besteht nicht mehr die Situation, in der es darum geht, das Thema Internet salonfähig zu machen.

orangemcm. - 2. Apr, 01:41

Am Anfang war die kybernetische Anthropologie

"Die im hier diskutierten Label ‚Cyberanthropology’ implizt enthaltene Behauptung, dass das Internet die Haupttechnik des soziokulturellen Wandels sei, ist für mich zunächst einmal eine Hypothese und keine Tatsache, und müsste gruppenspezifisch differenzierend untersucht werden."

Herr Dr. Schoenberger,
meinem untergraduierten Verständnis nach ist diese "Debatte" ein Beispiel in der Tat nicht für akademische Haarspaltereien, sondern eines dafür, wie man optimal akademisch aneinander vorbeiredet--mit Verlaub.

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