CfP: Geschlecht – Körper – Technik

Graduiertenkolleg "Arbeit - Gender - Technik. Koordinaten
postindustrieller Modernisierung",
München, 10.11.2006-11.11.2006, Deutsches Museum
Deadline: 31.05.2006

Call for Papers

Interdisziplinärer Workshop des Graduiertenkollegs „Arbeit – Gender –Technik. Koordinaten postindustrieller Modernisierung“ der
Hans-Böckler-Stiftung.

Geschlecht – Körper – Technik

10./11. November 2006
Deutsches Museum, München

Der Workshop thematisiert das Zusammenwirken von Technik, Körper und Geschlecht und fragt nach den wechselseitigen Abhängigkeiten dieser drei Kategorien. Die Kategorien werden dabei als soziale Konstrukte gesehen, die in Bezug zueinander gebildet werden.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Technik nach Gender-Kriterien geformt und unter Gender-Konstellationen produziert und genutzt wird. Technik formt den Körper und dient der Inszenierung von Geschlecht und Körper. Sie dringt in Körper ein, ihre Wirkungsweise am Körper wird von geschlechtsspezifischen Kriterien bestimmt. Welchen Anteil hat Technik generell am Konstruktionsprozess von Körper und Geschlecht? In den letzten Jahren spielte das Zusammenwirken von Körper, Geschlecht und Technik in den unterschiedlichen Forschungsdisziplinen eine immer größere Rolle. Neue Forschungsgebiete, wie etwa die Gender and Technology Studies haben sich etabliert. Technikabhängige Konstitutionsprozesse von Körper und Geschlecht sind zunehmend ins Blickfeld gerückt. Die sozialwissenschaftliche Forschung allerdings sieht in der Vergeschlechtlichung des Körpers noch eher einen diskursiven und kulturellen Herstellungsprozess. Hingegen berücksichtigen Studien zur Technisierung des Körpers wiederum geschlechtsspezifische Fragen nur am Rande. Kontrovers diskutiert wird die Frage, wie die Technisierung der Geschlechterdifferenz die soziale Bedeutung von Geschlecht berührt.

Der Workshop bietet die Möglichkeit, neuere Forschungsergebnisse
vorzustellen und zu diskutieren. Arbeiten zu folgenden Themenbereichen kommen besonders in Frage:

  • Körpertechniken – Körper als Orte menschlicher Interaktion und
    Kommunikation
  • Formung und Nutzung von Technik – Genderprozesse bei Entwicklung und Einsatz von Technik
  • Technikeinsatz am Körper – Inkorporierung des Technischen

Wir freuen uns auf Themenvorschläge aus den Geschichts- und
Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften und der Ethnologie und
Medizin sowie allen anderen Disziplinen, deren Forschungsgebiete sich einer oder mehrerer der genannten Fragestellungen widmen. Fallbeispiele zu einem Themenfeld sind ebenso willkommen wie methodische oder theoretische Zugänge.

Der Workshop will ein Forum für „work in progress“ sein und wendet sich daher insbesondere an Doktoranden und Doktorandinnen und alle, die laufende Arbeiten vorstellen und diskutieren möchten.

Die Vorträge sollten sich auf 20 Minuten beschränken, um genug Raum für intensive Diskussionen zu lassen.

Tagungssprache ist Deutsch. Papiere und Vorträge können auch in Englisch vorgelegt bzw. gehalten werden.

Wir laden ein, Themenvorschläge in Form eines einseitigen Exposés bis zum 31. Mai 2006 an die E-Mail-Adresse elsbeth.boesl[at]mzwtg[dot]mwn[dot]de
schicken.

Postsendungen bitte an:
Graduiertenkolleg
Deutsches Museum
Museumsinsel 1
80306 München

Bitte angeben:
Name, Fachrichtung, E-Mail-Adresse,
Vortragstitel, Kurzbiografie.

Aus den Vorschlägen wird das Programm zusammengestellt. Bis Ende Juli 2006 erhalten Sie Nachricht, ob Ihr Vorschlag für das Programm angenommen wurde.

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Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.








Anika Keinz, Klaus Schönberger und Vera Wolff (Hrsg.)
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