CfP 2008: m e r z W i s s e n s c h a f t: Medien und Lesen
m e r z W i s s e n s c h a f t
m e d i e n + e r z i e h u n g
c a l l f o r p a p e r s 2 0 0 8
Medien und Lesen
Die Printmedien haben im kulturellen Maßstab zu ausdifferenzierten Lesekompetenzen geführt, die Kindern und Jugendlichen in Prozessen der Alphabetisierung und der Aneignung von Lesehaltungen, Textsortenkenntnissen und Lesegewohnheiten vor allem in der Schule vermittelt werden. Die neueren Medien haben sich längst in diese Erwerbswege „eingeklinkt“, ohne dass wir befriedigende Kenntnisse darüber haben, wie man sich die Verbindungen von Medienrezeption und Lesen im Einzelnen vorzustellen hat. Trotzdem ist häufig von Lesekompetenz als einer „Schlüsselqualifikation“ oder „Grundlage“ von Medienkompetenz die Rede.
Dabei fällt auf, dass zusammenhängende Aspekte der Print- und audiovisuellen Medien in der Forschung noch getrennt betrachtet werden. Vom Fokus auf das Lesen ausgehend lassen sich Fragen zu einer integrierten Betrachtung von Medienkompetenz formulieren.
• Medialitätsbewusstsein als elementare Komponente von Medienkompetenz beinhaltet die Realisierung des Unterschieds zwischen medial vermittelter und unmittelbarer Erfahrung. Welche Erkenntnisse zum Medialitätsbewusstsein liegen beim Lesen (und ggf. beim Umgang mit anderen Medien mit Bezug auf die Leseforschung) vor?
• Von Seiten der Kognitionstheorie und der Leseforschung sind die medienspezifischen Verarbeitungsmuster für Schriftmedien relativ differenziert erforscht und theoretisch modelliert worden. Worin bestehen diese? Und ggf. wo sind Bezüge zum Umgang mit digitalen Medien zu sehen?
• Welche Rolle spielt die medienspezifische Genuss- aber auch Kritikfähigkeit für die Entwicklung einer umfassenden, das Lesen einschließenden Medienkompetenz? Inwiefern bedingen beide die Fähigkeit zur Selektion und Kombination bei der Mediennutzung?
• Welche Bedeutung haben produktive Partizipationsmuster für die Aneignung der Printmedien aber auch der digitalen Medien?
• Welche Arten von Anschlusskommunikation begleiten die Medienrezeption?
Welche Funktionen und Bedeutungen die Spezifik einzelner Medien im Hinblick auf Medienkompetenz erhält, soll in merzWissenschaft 2008 theoretisch erörtert und empirisch ausgelotet werden.
merzWissenschaft bietet ein Forum, um die wissenschaftliche Auseinandersetzung in der Medienpädagogik zu fördern und die theoretische Fundierung der Disziplin weiterzutreiben. Dabei sollen auch Forschungen im Ausland einbezogen werden. Zugleich möchte merzWissenschaft mit benachbarten Disziplinen Debatten über medienbezogene Perspektiven anregen. merzWissenschaft erscheint einmal jährlich, jeweils als letztes merz-Heft des Jahres. Für das Jahr 2008 lädt merzWissenschaft zur Einreichung von Beiträgen ein, die im oben skizzierten Themenkomplex verortet sind.
Kriterien
Erwünscht sind Beiträge, die
• empirisch oder theoretisch fundiert sind,
• neue Aspekte oder Zugänge zum Thema aufzeigen und
• bisher unveröffentlicht sind.
Interessierte Autorinnen und Autoren werden gebeten, bis zum 25. Februar 2008 ein Abstract (max. 4000 Zeichen inkl. Leerzeichen) bei merz einzureichen. Im Falle der Annahme der Abstracts durch die merzWissenschaftsredaktion stehen ca. 14 Wochen für das Verfassen der Beiträge (max. 30.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) zur Verfügung. Abgabe der Artikel ist der 23. Juni 2008. Die eingereichten Beiträge werden anschließend in anonymisierter Form einem Peer Review Verfahren unterzogen. Erscheinungstermin für merzWissenschaft ist Ende 2008.
Termine im Überblick
25. Februar 2008: Abgabe der Abstracts
07. März 2008: Entscheidung über die Annahme bzw. Ablehnung von Beiträgen
23. Juni 2008: Abgabe der Beiträge
30. Juni bis 5. September 2008: Begutachtungsphase
August/September 2008: ggf. Überarbeitung
29. September 2008: endgültige Abgabe
merzRedaktion, Pfälzer-Wald-Str. 64, D - 81539 München, merz@jff.de
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Susanne Eggert, Fon +49.89.68989-120
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Medien und Lesen
Die Printmedien haben im kulturellen Maßstab zu ausdifferenzierten Lesekompetenzen geführt, die Kindern und Jugendlichen in Prozessen der Alphabetisierung und der Aneignung von Lesehaltungen, Textsortenkenntnissen und Lesegewohnheiten vor allem in der Schule vermittelt werden. Die neueren Medien haben sich längst in diese Erwerbswege „eingeklinkt“, ohne dass wir befriedigende Kenntnisse darüber haben, wie man sich die Verbindungen von Medienrezeption und Lesen im Einzelnen vorzustellen hat. Trotzdem ist häufig von Lesekompetenz als einer „Schlüsselqualifikation“ oder „Grundlage“ von Medienkompetenz die Rede.
Dabei fällt auf, dass zusammenhängende Aspekte der Print- und audiovisuellen Medien in der Forschung noch getrennt betrachtet werden. Vom Fokus auf das Lesen ausgehend lassen sich Fragen zu einer integrierten Betrachtung von Medienkompetenz formulieren.
• Medialitätsbewusstsein als elementare Komponente von Medienkompetenz beinhaltet die Realisierung des Unterschieds zwischen medial vermittelter und unmittelbarer Erfahrung. Welche Erkenntnisse zum Medialitätsbewusstsein liegen beim Lesen (und ggf. beim Umgang mit anderen Medien mit Bezug auf die Leseforschung) vor?
• Von Seiten der Kognitionstheorie und der Leseforschung sind die medienspezifischen Verarbeitungsmuster für Schriftmedien relativ differenziert erforscht und theoretisch modelliert worden. Worin bestehen diese? Und ggf. wo sind Bezüge zum Umgang mit digitalen Medien zu sehen?
• Welche Rolle spielt die medienspezifische Genuss- aber auch Kritikfähigkeit für die Entwicklung einer umfassenden, das Lesen einschließenden Medienkompetenz? Inwiefern bedingen beide die Fähigkeit zur Selektion und Kombination bei der Mediennutzung?
• Welche Bedeutung haben produktive Partizipationsmuster für die Aneignung der Printmedien aber auch der digitalen Medien?
• Welche Arten von Anschlusskommunikation begleiten die Medienrezeption?
Welche Funktionen und Bedeutungen die Spezifik einzelner Medien im Hinblick auf Medienkompetenz erhält, soll in merzWissenschaft 2008 theoretisch erörtert und empirisch ausgelotet werden.
merzWissenschaft bietet ein Forum, um die wissenschaftliche Auseinandersetzung in der Medienpädagogik zu fördern und die theoretische Fundierung der Disziplin weiterzutreiben. Dabei sollen auch Forschungen im Ausland einbezogen werden. Zugleich möchte merzWissenschaft mit benachbarten Disziplinen Debatten über medienbezogene Perspektiven anregen. merzWissenschaft erscheint einmal jährlich, jeweils als letztes merz-Heft des Jahres. Für das Jahr 2008 lädt merzWissenschaft zur Einreichung von Beiträgen ein, die im oben skizzierten Themenkomplex verortet sind.
Kriterien
Erwünscht sind Beiträge, die
• empirisch oder theoretisch fundiert sind,
• neue Aspekte oder Zugänge zum Thema aufzeigen und
• bisher unveröffentlicht sind.
Interessierte Autorinnen und Autoren werden gebeten, bis zum 25. Februar 2008 ein Abstract (max. 4000 Zeichen inkl. Leerzeichen) bei merz einzureichen. Im Falle der Annahme der Abstracts durch die merzWissenschaftsredaktion stehen ca. 14 Wochen für das Verfassen der Beiträge (max. 30.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) zur Verfügung. Abgabe der Artikel ist der 23. Juni 2008. Die eingereichten Beiträge werden anschließend in anonymisierter Form einem Peer Review Verfahren unterzogen. Erscheinungstermin für merzWissenschaft ist Ende 2008.
Termine im Überblick
25. Februar 2008: Abgabe der Abstracts
07. März 2008: Entscheidung über die Annahme bzw. Ablehnung von Beiträgen
23. Juni 2008: Abgabe der Beiträge
30. Juni bis 5. September 2008: Begutachtungsphase
August/September 2008: ggf. Überarbeitung
29. September 2008: endgültige Abgabe
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Susanne Eggert, Fon +49.89.68989-120
kschoenberger - 20. Dez, 10:03
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