Rezension: Technology and the Culture of Modernity
Friedrich Kießling (Erlangen) rezenseniert bei H-Soz-u-Kult einen Sammelband, bei dem die Wahrnehmung von Technik im Mittelpunkt steht:
Rieger, Bernhard; Baldwin, Peter; Clark, Christopher (Hrsg.): Technology and the Culture of Modernity in Britain and Germany, 1890-1945. New Studies in European History. Cambridge: Cambridge University Press 2005. ISBN 0-521-84528-9; 319 S.; £ 50.00.
Warum nicht gleich zu Beginn loben? Bernhard Riegers Arbeit über die Technikvorstellungen in Großbritannien und Deutschland zwischen 1890 und 1945 wendet sich nicht nur einem zentralen Thema der Debatten über Moderne und Modernität im 19. und 20. Jahrhundert zu, sie ist auch kurzweilig geschrieben, bietet sowohl dem kulturhistorisch Interessierten als auch dem, der nach Verbindungen zur politischen Geschichte sucht, viele Anregungen und scheut darüber hinaus auch nicht davor zurück, die großen Fragen nach der Modernität des Nationalsozialismus bzw. nach dem Zusammenhang von nationalsozialistischen Verbrechen und neuzeitlicher technisch-wissenschaftlicher Rationalität zu stellen.
Debatten über Technik und Technologie, ihre Folgen, Chancen und Risiken, sind ein wichtiger Aspekt in der Selbstverständigung moderner Industriegesellschaften. Zu besichtigen ist das etwa in den aktuellen bundesdeutschen Diskussionen um die internationale Wettbewerbsfähigkeit bzw. den relativen Abstieg Deutschlands im weltweiten Vergleich.
Technologische Erfindungskraft und Innovationsfreude werden zu Gradmesser für die nationale Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig sind mit der technischen Entwicklung aber auch Befürchtungen über deren zunächst nur schwer abzuschätzenden Konsequenzen verbunden. Technik und Technologie sind somit Schlüsselthemen in den Diskussionen um die „Modernität“ und damit die Zukunftsfähigkeit des eigenen Landes.
Die ganze Rezension bei H-Soz-u-Kult
Rieger, Bernhard; Baldwin, Peter; Clark, Christopher (Hrsg.): Technology and the Culture of Modernity in Britain and Germany, 1890-1945. New Studies in European History. Cambridge: Cambridge University Press 2005. ISBN 0-521-84528-9; 319 S.; £ 50.00.
Warum nicht gleich zu Beginn loben? Bernhard Riegers Arbeit über die Technikvorstellungen in Großbritannien und Deutschland zwischen 1890 und 1945 wendet sich nicht nur einem zentralen Thema der Debatten über Moderne und Modernität im 19. und 20. Jahrhundert zu, sie ist auch kurzweilig geschrieben, bietet sowohl dem kulturhistorisch Interessierten als auch dem, der nach Verbindungen zur politischen Geschichte sucht, viele Anregungen und scheut darüber hinaus auch nicht davor zurück, die großen Fragen nach der Modernität des Nationalsozialismus bzw. nach dem Zusammenhang von nationalsozialistischen Verbrechen und neuzeitlicher technisch-wissenschaftlicher Rationalität zu stellen.
Debatten über Technik und Technologie, ihre Folgen, Chancen und Risiken, sind ein wichtiger Aspekt in der Selbstverständigung moderner Industriegesellschaften. Zu besichtigen ist das etwa in den aktuellen bundesdeutschen Diskussionen um die internationale Wettbewerbsfähigkeit bzw. den relativen Abstieg Deutschlands im weltweiten Vergleich.
Technologische Erfindungskraft und Innovationsfreude werden zu Gradmesser für die nationale Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig sind mit der technischen Entwicklung aber auch Befürchtungen über deren zunächst nur schwer abzuschätzenden Konsequenzen verbunden. Technik und Technologie sind somit Schlüsselthemen in den Diskussionen um die „Modernität“ und damit die Zukunftsfähigkeit des eigenen Landes.
Die ganze Rezension bei H-Soz-u-Kult
kschoenberger - 8. Aug, 10:14
Trackback URL:
https://technikforschung.twoday.net/stories/884729/modTrackback