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Herzen zum Aufhängen - Wiener Studierenden-Projekt-Kalender ist erschienen

Der Unizeitung Wien (13.11. 2006) ist folgende Ankündigung zu entnehmen:

HERZ_1 "Im Rahmen eines Studienprojekts haben zwölf Studierende am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien den Wandkalender "Herz 2007" gestaltet. Alle zwölf Monatsblätter setzen sich mit der Thematik und Symbolik rund um das Herz auseinander – ein kleines Stück Wissenschaft, das auch im Alltag genutzt werden kann.

Die Europäische Ethnologie als vergleichende Kulturwissenschaft untersucht Alltagskultur in ihrer historischen und sozialen Dimension. Der vierfarbige Kalender für das Jahr 2007 im Hochformat DIN A3 ist das Ergebnis eines dreisemestrigen Studienprojekts (Sommersemester 2005 bis Sommersemester 2006). Er dokumentiert auf zwölf Monatsblättern Forschungen zur Geschichte und Gegenwart des Herzens als Organ und als Symbol. Die insgesamt zwölf Studierenden haben sich dabei intensiv mit der Thematik beschäftigt, Literatur recherchiert, Fragestellungen entwickelt, in Archiven geforscht und das Material schließlich interpretiert und als Publikation aufbereitet.
Jaenner
Herzen im Angebot

"Der Kalender 'Herz 2007' ist ein Versuch, neue Formate zur Vermittlung wissenschaftlicher Forschung zu erproben. Die Ergebnisse kulturwissenschaftlicher Forschung sollen auch außerhalb der Universität nutzbar gemacht werden", erklärt die Herausgeberin Dr. Elisabeth Timm vom Institut für Europäische Ethnologie: "Im Mittelpunkt der Forschungen stand das Herz als Symbol im Alltag." Jedes Blatt wurde von einem Studierenden betreut, die Themen reichen von "Valentinstag und Muttertag: Das Herz als Angebot" (Mai-Blatt), "Die Nation als Herz, Herz für die Nation" (Oktober-Blatt) oder "Herz als Mahlzeit: zwischen Tabu und regionaler Spezialität" (Dezember-Blatt). Zeitgenössische Zitate, Fotos und Grafiken zur jeweiligen Monatsthematik vermitteln anschaulich die Welt des Herzens.

Herrschaftsinstrument

Doch die Publikation dreht sich nicht nur um das Herz, der Kalender als Medium wird ebenso thematisiert. "Der Kalender hat eine lange Geschichte als Herrschafts- und Belehrungsinstrument, als populäres Medium zur Aufklärung der so genannten einfachen Leute, aber auch als dekoratives Kunststück, dessen Hochglanzfotos einen ästhetisierten Ausschnitt der Welt in den eigenen vier Wänden abbilden", erklärt Timm: "Das Studienprojekt nutzt das Format eines Wandkalenders auch deshalb, weil wir es für notwendig halten, dass die Europäische Ethnologie als empirische Kulturwissenschaft solche populären Medien nicht nur untersucht, sondern sie auch für die Popularisierung ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse einsetzt." (vs/td)

April

Es finden sich auch drei Monatsblätter zu technischen Themen:
  • Jänner: Die Geburt in der Medizin: am Anfang ist der Herzschlag
  • Februar: Leopold Metzenbauer, Wien: ein medizinischer Maler zwischen Medizin, Kunst und Verbrechen
  • April: Pulsmessgeräte: Taktgeber für das Körpergefühl

Präsentation des Kalenders "Herz 2007"
Donnerstag, 16. November 2006, 15.30 Uhr
Institut für Europäische Ethnologie
Hanuschgasse 3, 1010 Wien

Herz 2007. Ein Wandkalender
Autor/innen: Bettina Felix, Gertrude Friedrichkeit, Philipp Hatzoglos, Ana Ionescu, Mihalj Lendjel, Gerold Posch,
Michael Riss, Elisabeth Schenk, Johanna Smejkal, Anna Stoffregen, Erika Swoboda, Marie Therese Thür
Grafik: Feli Holzer
Herausgeberin: Elisabeth Timm
Wien 2006. 15 S., Format DIN A3, zahlr. Abb.

Der Wandkalender "Herz 2007" kostet 15 Euro und ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 10: 3-902029-11-0, ISBN 13: 978-3-902029-11-9).
Bestellungen auch unter:
Tel.: +43-1-4277-440 01, Fax: +43-1-4277-9 440, E-Mail: volkskunde[at]univie.ac.at

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Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.




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Zuletzt aktualisiert: 8. Dez, 19:16