Das Ende des Kapitalismus?

Da Technikglaube und Marktglaube wahrscheinlich nur zwei Seiten ein und derselben Medaille darstellen, sei uns dieser Exkurs zu eurotopics-Presseschau (26.9. 2008) verziehen, wenn hier gefragt wird:

"Das Ende des Kapitalismus?
Nachdem die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreicht zu haben scheint, fragen sich Experten in ganz Europa, ob der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, ausgedient hat. Ist es Zeit für eine neue internationale Wirtschaftsordnung?"


NRC Handelsblad - Niederlande
Die internationale Finanzkrise ist ein Zeichen, dass auch der Kapitalismus am Ende ist, schreibt die Tageszeitung NRC Handelsblad: "Die gegenwärtige Finanzkrise ist schon deswegen historisch, weil niemand mehr behaupten kann, dass der unbegrenzte Freihandel automatisch zu einer besseren Welt führt. Auch an das alte liberale Märchen, dass der Markt sich immer selbst korrigiert, kann nicht mehr geglaubt werden. ... Der Nachsommer von 2008 wird in die Geschichte eingehen als der Moment, an dem die letzte politische Ideologie des 20. Jahrhunderts ihren Untergang erlebte. Rund 20 Jahre nachdem der Kommunismus definitiv besiegt schien, erscheint auch der Sieger von damals als Verlierer. Beide Lager des Kalten Krieges haben versagt. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis sich der Bankrott auskristallisiert. Dann wird das 20. Jahrhundert definitiv vorbei sein, genauso wie es bis 1914 dauerte, bis das 19. Jahrhundert vorbei war." (26.09.2008)
 

Und was kann man damit dann machen ... ? Berufsperspektiven

So zu Semesterbeginn macht sich das vielleicht ganz gut. Die Schweizer Webseite berufsberatung.ch listete die "Berufsmöglichkeiten nach einem Studium der Ethnologie (Sozialanthropologie) und der Volkskunde (Kulturanthropologie)" auf:

"Für Ethnologen und Volkskundlerinnen bestehen spezifische Tätigkeiten etwa in der Lehre und Forschung, in Museen und bei Hilfsorganisationen, in der Entwicklungszusammenarbeit und in der Flüchtlingshilfe, jedoch in beschränkter Zahl. Daneben stehen ihnen allgemein die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen offen."

U.a. wird dann folgende Liste als Tätigkeitsspektrum angeführt:


"Unten finden Sie eine Liste von Berufstätigkeiten, die von Uni-Absolventen und -Absolventinnen dieses Studiengangs häufig ausgeübt werden.

Arbeitsagoge/-agogin
Archivar/in
Ausbilder/in (BP)
Coach
Diplomat/in
Dozent/in (Universität)
Erwachsenenbildner/in (SVEB-Zertifikat 1)
Ethnologe/-login
Gerontologe/-login
Hochschulassistent/in
Informations- und Dokumentationsspezialist/in FH (BSc)
Interkulturelle/r Übersetzer/in (BP)
Journalist/in
Kommunikationsbeauftragte/r
Konservator/in UNI
Kulturmanager/in
Kulturvermittler/in im Museum
Mediator/in
Meinungsforscher/in
Mitarbeiter/in in der internationalen Zusammenarbeit
Moderator/in bei Radio/Fernsehen
Online-Journalist/in
Organisationsberater/in
Redaktor/in
Sozialwissenschaftler/in
Verbands- und Organisationssekretär/in
Volkskundler/in
Wissenschaftliche/r Bibliothekar/in
Wissenschaftliche/r Dokumentalist/in
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in "


Im Rahmen dieses Weblogs besonders interessant, ist auch der Link "Volkskundlerin im Museum für Kommunikation". Dahinter verbirgt sich ein Selbst-Portrait der Arbeit der Kollegin Beatrice Tobler vom Berner Museum.

"Bachelor-Studium eine Sackgasse?"

Der Deutsche Hochschulverband plädiert für einschneidende Veränderungen des umstrittenen Bologna-Programms. In einem Telepolis-Artikel (23.09.2008) erfahren wir:

"Der Bologna-Prozess steckt in einer tiefen Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise. Das ist ein Alarmzeichen, das niemanden kalt lassen kann", kritisierte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Bernhard Kempen, als Mitte August die Ergebnisse des 10. Studierendensurveys vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgestellt wurden."


In einem Leserkommentar zu diesem Artikel heisst es:

"Es ist genauso schief gegangen, wie es Studenten und Professoren vor 5 Jahren gesagt haben."


Dass Bologna eigentlich für die Ökonomisierung der Universität insgesamt steht, wird deutlich durch die Kritik der Kritik seitens der Wirtschaftsverbände:

Der viel beschäftigte Thomas Sattelberger, der als Personalvorstand der Deutschen Telekom AG und Vorsitzender des gemeinsamen Arbeitskreises Hochschule/Wirtschaft von Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) fungiert, wertete die Initiative als Rückfall in die "Mottenkiste der Geschichte" und "fahrlässiges Gerede".

Schließlich habe die Wirtschaft immer wieder deutlich gemacht, "dass die Bachelor-Absolventen in den Unternehmen willkommen sind". In eben diesen meinte Sattelberger auch bereits eine steigende Zahl von Bachelor-Absolventen gesichtet zu haben. Viele von ihnen meisterten erfolgreich den Berufseinstieg und nähmen überall "hervorragende berufliche Entwicklungsmöglichkeiten" wahr.


Als prononciertester Kritiker dieser De-Formation kann der Konstanzer Wissenschaftler Albrecht Koschorke gelten. Koschorke ist Sprecher des Netzwerkes "Transatlantische Kooperation", welche

"auch und gerade die internationalen Auswirkungen der deutschen Studienreformen verfolgt, wirft der europäischen Bildungspolitik ebenfalls eine Vielzahl unerledigter Hausaufgaben und ein besonders schwerwiegendes Versäumnis vor"
:

"Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Bologna-Prozess, der alle Mitgliedsländer auf ein vergleichbares Studiensystem verpflichtet, ganz gegen alle Absichtserklärungen die studentische Mobilität in Europa tatsächlich nicht fördert, sondern behindert. Zwar haben alle Länder das gleiche System von zu erwerbenden credit points, aber in der Anerkennung von Leistungsnachweisen gehen sie weit auseinander. Das B.A.-System ist also ein Beispiel dafür, dass bürokratische Angleichungsmaßnahmen die Dinge komplizierter statt einfacher machen können - ein Effekt, den Sozialwissenschaftler als "nichtintendierte Folgen institutionellen Handelns" beschreiben."

Der ganze Artikel ...
 

26.-28.9. 2009: Hochschultagung der dgv - Kultur – Forschung. Zum Profil einer volkskundlichen Kulturwissenschaft

26. – 28. September 2008 in Hamburg

Das Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie lädt unter dem Titel "Kultur – Forschung. Zum Profil einer volkskundlichen Kulturwissenschaft" ein zur dgv-Hochschultagung vom 26.-28. September 2008 in Hamburg

Die Hochschultagung 2008 will den Faden aufnehmen, über die Praxis volkskundlicher Kulturanalyse nachzudenken: Wo und wie müssen lieb gewordene Selbstverständlichkeiten, also methodische wie epistemologische Grundannahmen und Vorgehensweisen, überdacht, geschärft oder neu gefasst werden, wenn etablierte Konzepte von Kultur und Gesellschaft in Frage stehen und sich die Bedingungen empirischer Forschung verschoben haben? [Programm und Call for Papers sowie Tagungsort]

Österreich, Wahlkampf & Web 2.0

Im Falter 37/2008 war ein interessanter Artikel über die Nutzung von Web 2.0 im österreichischen Wahlkampf von Ingrid Brodnig ("He, hallo, wir zwitschern jetzt! Meinungsmache: In keinem Wahlkampf wurde so stark auf das Internet gesetzt wie in diesen. Doch die Parteien tun das oft sehr ungeschickt")zu lesen (leider nicht online).
Das was hier - und an anderer Stelle (insbesondere in Blogs) immer wieder als mangelndes Vermögen oder Unfähigkeit beschrieben wird, hat einen durchaus einen strukturellen Hintergrund und ist nicht Ausdruck von Unfähigkeit, sondern der unterschiedlichen Logiken, denen die technischen Features und ein Wahlkampf gehorchen.
Letztlich bestätigt die Analyse jene Vorstellung von Persistenz, dass die politische Logik der repräsentativen Demokratie und hier insbesondere eines Nationalratswahlkampfes und die Vorstellung von Diskussion, Interaktivität und Kommunikation à la Web 2.0 nicht kompatibel sind (Vgl. a. die Debatte um den deutsch-französischen Unterschied). Interessant wird aber sein, welche neuen, rekombinierten Nutzungsweisen sich herausbilden, die beide Logiken verknüpft und vermutlich etwas ganz anderes mit sich bringen wird, als das, was die Web 2.0-Ideologie fordert.
Die mit der Web 2.0-Ideologie verbundene Forderung nach Demokratisierung ist für sich genommen schon richtig, aber Demokratisierung erfolgt nicht über einen technischen Imperativ, sondern über soziale Bewegungen. Und deshalb beruht das "Gejammer" auf einem falschen, weil technikdeterministischen Apriori.
 

Keine Mehrheit für Abschaffung der Künstlersozialkasse (III)

berichtet die Welt (19.9. 2008). Damit sind die entsprechenden Bemühungen der Mittelstandsvereinigung gescheitert. Als Grund hierfür geben verschiedene Zeitungen einen Sturm der Entrüstung an, zu dem wir uns durchaus rechnen würden.
 

Zwei Beiträge zur 12-Jahresregelung für WissenschaftlerInnen

aus dem Scholarz.Blog

Rausgekickt nach 12 Jahren- was nun?

Für viele Wissenschaftler war die 12-Jahres-Regelung des alten Hochschulrahmengesetzes ein Schreckgespenst. Unsicher waren sich die meisten ihrer Zukunft. Im April letzten Jahres lockerte die Politik endlich das Gesetz. Ende gut, alles gut? Es ist „eine Verbesserung“, aber „keine langfristige Perspektive”


12-Jahres-Regelung: Was ist neu? Wie bewerten Verbände das „neue“ Gesetz?


Für viele Wissenschaftler ist die 12-Jahres-Regelung nicht unbekannt. Schon seit Jahren sorgt sie bei vielen Betroffenen für Zukunftsängste. 12 Jahre Beschäftigung und danach die zwangsläufige Kündigung? Was ist richtig? Seit April letzten Jahres greift ein neues Gesetz…
 

THE FREE CULTURE GAME - a playable Theory

The Free Culture Game is a game about the struggle between free culture and copyright. Create and defend the common knowledge from the vectorial class. Liberate the passive consumers from the domain of the market.

Responsable for the game is Molleindustria

Molleindustria aims to reappropriate video games as a popular form of mass communication. Our objective is to investigate the persuasive potentials of the medium by subverting mainstream video gaming clichè (and possibly have fun in the process).

Mollindustria is the same company, which has introduced 2004 The Euromayday Netparade

What about Molleindustria? - INTRO

We can no longer consider videogaming as a marginal element of our everyday lives. In recent years, the turnover of the videogame industry has exceeded that of cinema, and there are a growing number of adult and female players. There are more frequent overlaps with other media: there are videogames for advertisements (advergames), for educational purposes and for electoral propaganda. space invadersHow did videogames become such a central element of the mediascape? During the second half of the nineties, major entertainment corporations extended their activities in this sector and extinguished or absorbed small producers.
Now videogames are an integral part of the global cultural industry, and they are in a strategic position in the ongoing processes of media convergence. These developments inhibit the political and artistic emancipation of this medium: every code line is written for the profit of a big corporation.

One solution: Gamevolution!
We believe that the explosive slogan that spread quickly after the Anti-WTO demostrations in Seattle, "Don't hate the media, become the media," applies to this medium. We can free videogames from the "dictatorship of entertainment", using them instead to describe pressing social needs, and to express our feelings or ideas just as we do in other forms of art. But if we want to express an alternative to dominant forms of gameplay we must rethink game genres, styles and languages. The ideology of a game resides in its rules, in its invisible mechanics, and not only in its narrative parts. That's why a global renewal of this medium will be anything but easy.

Who we are
Molleindustria is an italian team of artists, designers and programmers that aims at starting a serious discussion about social and political implications of videogames. This will involve media activists, net-artists, habitual players and critics and detractors of videogames. We chose to start with online gaming in order to sidestep mainstream distribution channels and to overcome our lack of means. Using simple but sharp games we hope to give a starting point for a new generation of critical game developers and, above all, to experiment with practices that can be easily emulated and virally diffused. "


Read also "Molleindustria, videogame rules as a political medium." [This is a talk presented at the Game Culture conference in Novi Sad]
 

Künstlersozialversicherung (II): Angriff auf die Kreative Klasse

Dass sich die Bundesregierung für die Kunst und die Wissenschaft einsetzt, wie im Falle des Bedienzuschlags der Bahn ist eher nicht zu erwarten. Insofern müssen sich KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und PublizistInnen schon selbst zu Wort melden und sich gegen diesen Angriff der Länder auf die Kreative Klasse zur Wehr setzen. Hier ein Vorschlag aus Hamburg von Barbara Lang:

Hamburg, 10.09.2008

Reaktion freischaffender bildender Künstler und Kulturschaffender auf die angekündigte Abstimmung zur Abschaffung der Künstlersozialversicherung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der auf dem Prinzip der Solidargemeinschaft beruhende Grundsatz, der in den 80er Jahren zur Einführung der Künstlersozialversicherung geführt hat, gilt nach wie vor: Geringes Einkommen und ein hohes Berufsrisiko von Künstlern und Kulturschaffenden begründen deren erhöhtes Schutzbedürfnis in sozialer Hinsicht. Daher gilt ebenso: Bis die Honorierung von freischaffenden Künstlern derart gestaltet ist, dass für verschiedenste Formen der künstlerischen Produktion, ein angemessenes Honorar vergütet wird, ist die Künstlersozialversicherung schlicht unverzichtbar. Ein komplexes Thema, wohl wahr. Daraus kann man nur schließen, dass es noch viel zu diskutieren und zu tun gibt.

Wie man weiß, bietet die Künstlersozialversicherung selbstständigen Künstlern und Publizisten nicht nur Absicherung im Alter und im Krankheitsfall. Es ist ebenso bekannt, dass sie sich zu einem unverzichtbaren Instrument der Kulturförderung und einem wichtigen Pfeiler in der Kulturwirtschaft insgesamt entwickelt hat. Dass deren Bedeutung zunimmt, ist in jüngster Zeit hinlänglich durch Kulturwirtschaftberichte belegt worden. Doch darum allein kann es nicht gehen.

Nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht übernehmen die Künste und somit die Kulturschaffenden selbst eine zunehmend wichtige Rolle. Der Fokus muss und wird sich künftig dahingehend ändern: Der Kultursektor hält, gesamtgesellschaftlich betrachtet, unzählige für das Überleben einer demokratie-basierten Gesellschaft essentielle Funktionen inne. Künstler und Kulturschaffende tragen dazu bei, dass sich eine Gesellschaft reflektierter, mündiger und kulturell gebildeter Bürger fortentwickeln kann. Sie bilden zudem den "Kitt" unserer heutigen Wissensgesellschaft, z.B. indem sie sich spartenübergreifende Fähigkeiten der freien Assoziierung aneignen. Dazu zählen auch jene "soft skills", die seitens der Wirtschaft verstärkt nachgefragt werden. Es sind insbesondere diejenigen Künstler, deren künstlerisches Schaffen tendenziell nicht-kommerziell ist, und die entsprechend vorrangig immaterielle, nicht verkäufliche Kunst produzieren, die häufig finanziell so schlecht gestellt sind, dass ihre Existenz gefährdet ist. Doch gerade diese Formen künstlerischer Arbeit, übernehmen durch ihre experimentelle, wissenschaftlich orientierte oder sozial forschende Ausrichtung grundlegende Bildungsfunktionen. Dennoch wird noch stets klischeeartig davon ausgegangen, dass die betreffenden produzierenden Künstler auf eine leistungsbezogene Vergütung großzügig verzichten – was sich letztlich am durchschnittlichen Jahreseinkommen von 12.616 Euro real ablesen lässt.

Gerade weil die Künste andere gesellschaftliche Funktionen erfüllen, als z.B. das leistungsorientierte Wirtschaftssystem, und die Künstler entsprechend zweckfreie Räume zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten benötigen, sind die Künstlersozialversicherung und die ausführende Künstlersozialkasse zur Unterstützung und Existenzsicherung dieser Menschen unentbehrlich.

Da kommt es schon einer Beleidigung jener Menschen gleich, als Begründung der Abschaffung der Künstlersozialversicherung lapidar von zu hohen "bürokratischen Hemmnissen" der Unternehmen zu sprechen. In diesem Zusammenhang sei die Aussage des Deutschen Kulturrates bestätigt, dass es in Wirklichkeit doch darum geht, sowohl die abgabepflichtigen Unternehmen als auch die öffentlichen Körperschaften auf Kosten der Künstler von ihren Sozialversicherungspflichten zu befreien.

Zwar hat sich die Zahl der Versicherten, also der Leistungsempfänger, deutlich erhöht. Und in der Tat erlaubt es der zunehmende Kostendruck auf Seiten der Unternehmen und Kulturinstitutionen nicht, dass die Künstlersozialabgabe beliebig in die Höhe getrieben wird. Dies gilt insbesondere für die kleineren Kunst und Kulturinitiativen, die häufig ebenfalls im Sinne der Kunst und Kultur selbst ums Überleben kämpfen. Wie man weiß, betreffen die Zwänge in den öffentlichen Haushalten sicherlich auch den Bundeszuschuss für die Künstlersozialversicherung. Allerdings wäre es wohl zu billig, diese Probleme als Vorwand zur Abschaffung des ganzen Systems zu nehmen. Nein, auch unter dem allerorts zitierten Kostendruck ist das keine intelligente Lösung. Es wäre in der Tat ein "Armutszeichen".

Aufgrund der systematischen Erfassung der abgabepflichtigen Unternehmen ist es ja bereits jetzt gelungen, den Kreis der Zahler zu erhöhen und zugleich die zu erbringenden Künstlersozialabgaben zu senken. Dies dürfte doch eigentlich als Signal zur Akzeptanz und Stärkung des Systems gewertet werden.

Wenn es Änderungen am Künstlersozialversicherungsgesetz geben soll, dann nur solche, die Künstlersozialversicherung auf intelligente Art und Weise stabilisieren und zukunftsfest machen. Anstatt die sie abzuschaffen, wäre es eher zukunftsweisend, zunächst die soziale Absicherung für verschiedene freiberuflich arbeitende "Kreative" auszuweiten. Wenn, nur als Beispiel, im wachsenden Städtewettbewerb die "Kreativen" parteienübergreifend als wichtiger Standortfaktor gehandelt werden, dann muss man auch die Belange der freischaffenden "Kreativen" berücksichtigen. Zudem wird es künftig nicht ausbleiben, die Wertschätzung der Künste mitsamt seinen schwer messbaren gesellschaftlichen Funktionen anders zu definieren, als dies bislang der Fall ist. Doch zunächst, und zwar dringlichst, sollte die Politik im Auftrag der hierzulande lebenden Bürgern und Bürgerinnen eine Lösung erarbeiten, die vor allem den vielen freiberuflichen Kulturschaffenden sowie denjenigen Strukturen, die indirekte Kulturförderung leisten, zugute kommt. Dabei ist die Verantwortung "nicht von der öffentlichen Hand" zu weisen!

Nicht zuletzt wird die hiesige Künstlersozialversicherung im europäischen Ausland als vorbildliche kultur- und sozialpolitische Errungenschaft erachtet. Als solche hat sie bislang jedenfalls gegolten. Machen Sie weiterhin etwas Sinnvolles daraus!

Mit freundlichem Gruß


Liste der E-mailadressen

Finanzausschuss Allgemeine Kontaktstelle: pressestelle@bundesrat.de

Mitglieder Finanzausschuss:

Willi Stächele | CDU
Finanzminister des Landes Baden-Württemberg : info@fm.baden-wuerttemberg.de


Helmut Rau | CDU
Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg :
poststelle@km.kv.bwl.de

Jens Böhrnsen | SPD
Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen : office@sk.bremen.de


Christian Wulff | CDU
Ministerpräsident des Landes Niedersachsen : poststelle@stk.niedersachsen.de


Prof. Dr. Wolfgang Böhmer | CDU
Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt :
poststelle@stk.sachsen-anhalt.de

Peter Harry Carstensen | CDU
Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein :
landesregierung@schleswig-holstein.de


Matthias Platzeck | SPD
Ministerpräsident des Landes Brandenburg : poststelle@stk.brandenburg.de


Roland Koch | CDU
Ministerpräsident des Landes Hessen : poststelle@stk.hessen.de


Silke Lautenschläger | CDU
Staatsministerin des Landes Hessen / Sozialministerin des Landes Hessen /Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen :
poststelle@hmwk.hessen.de
 

Bundesländer wollen Künstlersozialversicherung abschaffen

Dass die Wirtschaftsministerien der Bundesländer die Künstlersozialversicherung abschaffen wollen, das betrifft auch zahlreiche WissenschaftlerInnen und PublizistInnen:

Deutscher Kulturrat fordert Ministerpräsidenten auf, ihrer Verantwortung für die Künstler gerecht zu werden

Berlin, den 09.09.2008. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist bestürzt über die Initiative der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, die Künstlersozialversicherung abschaffen zu wollen.

Klammheimlich, versteckt in einer Empfehlung (Bundesratsdrucksache 558/1/08 vom 08.09.2008) zum „Entwurf des Dritten Gesetzes zum Abbau bürokratischer Hemmnisse insbesondere der mittelständischen Wirtschaft (Drittes Mittelstandsentlastungsgesetz)“ (Bundesratsdrucksache 558/08) haben der federführende Wirtschaftsausschuss, der Ausschuss für Frauen und Jugend, der Ausschuss für Innere Angelegenheiten sowie der Finanzausschuss des Bundesrates mit den Stimmen der genannten Länder beschlossen:

„Der Bundesrat fordert, dass die Künstlersozialversicherung abgeschafft oder zumindest unternehmerfreundlich reformiert wird.“

Gegen die Empfehlung haben sich folgende Länder gewandt: Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Enthalten haben sich: Bayern, Berlin und das Saarland.

Die Abstimmung über die geforderte Abschaffung der Künstlersozialversicherung soll bereits am 19.09.2008 im Bundesrat stattfinden. Der Deutsche Kulturrat fordert die Ministerpräsidenten der Länder auf, bei der Bundesratssitzung ihre Kulturverantwortung ernst zu nehmen und der Empfehlung nicht zu zustimmen.

Die Künstlersozialversicherung ist eine kultur- und sozialpolitische Errungenschaft. Sie abzuschaffen würde bedeuten, dass die Mehrzahl der Künstler weder eine Kranken- noch eine Pflege- oder Rentenversicherung haben würden. Bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 12.616 Euro ist eine private Absicherung nicht möglich.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die von Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein betriebene Abschaffung der Künstlersozialversicherung ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Weil vor einem Jahr der Deutsche Bundestag die Künstlersozialversicherung erfolgreich reformiert hat und jetzt endlich alle schon seit 20 Jahren abgabepflichtigen Unternehmen und auch öffentlichen Körperschaften zur Zahlung herangezogen werden, wird von einem zu großen bürokratischen Aufwand gesprochen. In Wirklichkeit geht es den sieben Bundesländern darum, die abgabepflichtigen Unternehmen und öffentlichen Körperschaften auf Kosten der Künstler von ihren Sozialversicherungspflichten zu befreien. Die Künstler sollten sich das nicht gefallen lassen!“

Und die anderen auch nicht ...

Deutscher Kulturrat e.V.
Chausseestrasse 103
10115 Berlin
Web: http://www.kulturrat.de
Email: post[at]kulturrat.de
Tel: 030/24728014
Fax: 030/24721245
 

OpenAccess: Parcours des Wissens

Auf der Website der Universität Zürich, die sich u.a. mit ihrem Zurich Open Repository and Archive (ZORA) stark für Open Access in ihren Publikationen einsetzt, ist ein 10minütiger Film abrufbar, der die Grundsätze von Open Access konzis und verständlich erläutert.

via Kakanien Editior
 

CfP: „Kultur und Kommunikationstechnologien in sozialen Netzwerken“

Call for Papers

Das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart veranstaltet am 29. und 30. Mai 2009 gemeinsam mit der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und der AG Netzwerkforschung in Stuttgart ein Symposion zum Thema:

„Kultur und Kommunikationstechnologien in sozialen Netzwerken“

Bei der Tagung geht es um das Verhältnis zwischen Kultur, Kommunikationsmedien und sozialen Netzwerken. Kommunikationstechnologien können die Bildung von sozialen Netzwerken ermöglichen und dadurch zu Veränderungen der Kultur führen. Zugleich wird die kulturelle Bedeutung von Kommunikationstechnologien und deren Inhalten in sozialen Netzwerken verhandelt. Beispiele dafür sind etwa die Subkulturen, die sich derzeit im Internet bilden, die Netiquette, die Rolle von Mobiltelefonen für soziale Beziehungen, die Wirkung massenmedialer Inhalte gefiltert durch die sozialen Netzwerke des Publikums. Soziale Netzwerke und Kommunikationsmedien stehen in einem Wechselverhältnis. Die Art und Weise, wie wir im Internet oder mobil kommunizieren, verändert die persönlichen Netzwerke, lässt Beziehungen bestehen, die sonst abgerissen wären, hilft neue Beziehungen zu knüpfen etc. Abgesehen von dieser reinen Strukturebene von Sozialbeziehungen entstehen kulturelle Bedeutungen auf der Ebene der sozialen Netzwerke und dort werden sie auch durch Tradierung aufbewahrt. Dieser Zusammenhang wird in der Netzwerkforschung thematisiert (Fine / Kleinman 1983; Hannerz 1992; Emirbayer / Goodwin 1994). Kultur wird hier – in Anlehnung an Max Weber, die wissenssoziologische Tradition und Niklas Luhmann – verstanden als Gemeinsam gebrauchte Sinnmuster (Schemata, Symbole, praktische Verhaltensweisen [Skripte], Kategorien) in der Kommunikation. So betrachtet ist die Kommunikation in sozialen Netzwerken entscheidend: hier wird Kultur verbreitet, reproduziert, verändert oder sie verschwindet wieder aus der Kommunikation. Wenn Kommunikation mehr und mehr durch Kommunikationstechnologien kanalisiert und ermöglicht wird, führt dies zu Veränderungen in der sozialen Verbreitung dieser Sinnmuster. Genau wie die Schrift, der Buchdruck oder das Fernsehen (Luhmann 1997: 249ff) sorgen in letzter Zeit neue Kommunikationstechnologien wie das Mobiltelefon oder das Internet dafür, dass sich neue kulturelle Formen und neue Muster des sozialen Umgangs ausbilden (Baecker 2007). So werden die mit dem Internet zusammenhängenden sozio-kulturellen Milieus noch kleinteiliger (Stegbauer 2001) und ortsunabhängiger (Thiedecke 2003). Relevante Fragen in dem Themengebiet wären etwa:

– Wie lässt sich das Zusammenspiel zwischen Face-to-Face- und medial vermittelter Kommunikation theoretisch fassen? Wie unterscheiden sich beide Kommunikationstypen hinsichtlich der Bildung und Reproduktion von sozialen Strukturen und kulturellen Formen?

– Splittet sich die Kultur der Gesellschaft immer mehr in medienbasierte Subkulturen auf (Alstyne/Brynjolfsson 1996)?

– Welche methodischen Herangehensweisen sind geeignet, soziale Netzwerke und kulturelle Diffusions-und Aushandlungsprozesse zwischen Face-to-Face und Kommunikationstechnologien zu erheben? In welcher Weise müssen Unterschiede qualitativ exploriert werden oder können quantitativ standardisiert erhoben werden?

– Welche spezifischen sozialen Strukturen und kulturellen Formen entstehen durch neue Kommunikationstechnologien wie die Mobiltelefonie oder das Internet? Welche kulturellen Bedeutungen werden etwa in SMS transportiert und welche Folgen hat dies für Sozialbeziehungen? Wie wird im Internet persönliche mit Gruppenkommunikation verbunden, und inwiefern bilden sich
in Online-Spielen, Chaträumen, Diskussionsforen, Networking-Sites oder E-Mail-Listen neue sozio-kulturelle Formationen?

– Auf welche Weise kann das Wechselverhältnis zwischen Medien und Kultur als Wandel empirisch erfasst werden?

Da eine intensive Diskussion erwünscht ist, ist die Anzahl der Vorträge begrenzt. Eine Veröffentlichung der Beiträge zu der Tagung ist geplant. Die Kosten für Anfahrt und Übernachtung für die Referenten werden bis zu einem bestimmten Maximalbetrag voraussichtlich übernommen.

Die Veranstalter freuen sich über Vortragsvorschläge (von nicht mehr als 2 Seiten) bis zum

28.10.2008 per E-Mail an:

Jan Fuhse: jan[at]fuhse.net und
Christian Stegbauer: stegbauer[at]f soz.uni-frankfurt.de

Die Auswahl der Beiträge aus den Vorschlägen erfolgt aufgrund der Qualität und der inhaltlichen
Kohärenz der Vorschläge.

Literatur:
Alstyne, M. van/ Brynjolfsson, E. 1996: „Could the Internet Balkanize science?“ Science 274, 1479f.
Baecker, Dirk 2007: Studien zur nächsten Gesellschaft, Frankfurt/Main: Suhrkamp.
Emirbayer, Mustafa / Jeff Goodwin 1994: „Network Analysis, Culture, and the Problem of Agency“, in: American
Journal of Sociology 99, 1411-1154.
Fine, Gary Alan / Sherryl Kleinman 1983: „Network and Meaning: An Interactionist Approach to Structure“ Symbolic Interaction 6, 97-110.
Hannerz, Ulf 1992: Cultural Complexity; Studies in the Social Organization of Meaning, New York: Columbia University Press.
Luhmann, Niklas 1997: Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt/Main: Suhrkamp.
Stegbauer, Christian 2001: Grenzen virtueller Gemeinschaft, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
Thiedeke, Udo 2003: Virtuelle Gruppen, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

kommunikation@gesellschaft-Beitrag über Live-Ticker

In kommunikation@gesellschaft (Journal für alte und neue Medien aus soziologischer, kulturanthropologischer und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive / Herausgeber: Jan Schmidt, Klaus Schönberger und Christian Stegbauer) ist ein Beitrag zum Thema "Live-Ticker" veröffentlicht worden. Die Forschungsnotiz stammt von Stefan Hauser vom Deutschen Seminar der Universität Zürich:

Hauser, Stefan : Live-Ticker: Ein neues Medienangebot zwischen medienspezifischen Innovationen und stilistischem Trägheitsprinzip. In: kommunikation@gesellschaft, Jg. 9, Forschungsnotiz 1. Online-Publikation: http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/F1_2008_Hauser.pdf

Zusammenfassung

Die funktionale Ausdifferenzierung im Bereich der Online-Kommunikation führt zur Entstehung einer Vielzahl neuer Mediengattungen bzw. Textsorten. Zu den neuartigen webbasierten Medienangeboten zählt auch der so genannte Live-Ticker. Es handelt sich dabei um eine Form der Live-Berichterstattung, die auf periodisch aktualisierten schriftlichen Kurzkommentaren und grafischen Darstellungen basiert. Vergleicht man den Live-Ticker mit bereits bestehenden Formen der Live-Reportage, dann lässt sich ein Phänomen beobachten, das häufig beim Transfer einer Kommunikationsform in ein neues Medium festgestellt werden kann: Medienwechsel werden einerseits vom ‚stilistischen Trägheitsprinzip’ und andererseits von ‚medienspezifischen Innovationen’ geprägt. Während medienspezifische Innovationen neue Kommunikationsformen ermöglichen und damit zu veränderten Mediennutzungen beitragen, ist das stilistische Trägheitsprinzip ein komplementärer Effekt, der sich daraus ergibt, dass bei der Nutzung neuer Medien zunächst auf Kommunikationskonventionen und auf Textmuster zurückgegriffen wird, die sich in herkömmlichen Medien bewährt haben. Dies hat zur Folge, dass sich im neuen Medium Formen älterer Mediennutzungen wiederfinden. Die gleichzeitige Wirksamkeit dieser beiden Grundprinzipien wird im Folgenden am Beispiel des Live-Tickers dargestellt.


k@g

Noch so eine Kanaille aus dem neo-faschistischen Sumpf

Wenn wir schon mal dabei sind, dann sei an dieser Stelle noch an eine solche Kanaille aus dem rechtsextremen Lager hingewiesen, die sich auch in Sachen "Europäische Ethnologie" zu Wort meldet, nämlich Christian Böttger:

"Diese Einwände sollen aber dem Wert des Lexikons keinen Abbruch tun. Gerade weil die an den verschiedenen Universitäten gelehrte „Europäische Ethnologie“ der gewachsenen Bedeutung ethnischer, religiöser und sprachlicher Faktoren meist nicht gerecht wird - sie folgen immer noch uneingeschränkt und moralisierend den gängigen Modernisierungstheorien - stellt dieses Lexikon einen bedeutenden Schritt in die richtige Richtung dar. Damit liefert es neben den im Stichwortteil zusammengetragenen Fakten eine wichtige Diskussionsgrundlage für die Theoriebildung und die daraus abgeleiteten Begriffe der Ethnologie."

Christian Böttger versucht sich darüber hinaus an einer rechts-nationalistischen Globalisierungskritik, die darauf verweist, dass es heutzutage kaum einen sicheren Standort der Kritik gibt, die nicht ständig von Rekuperation und Retorsion beeinträchtigt wird:

"Auch bei uns in Deutschland können sozialen Errungenschaften nur dann gesichert werden, wenn die nationale Souveränität auf ökonomischen Gebiet erhalten bleibt. „Nationalisierung statt Globalisierung“ heißt also die Losung für die Gegenwart. Das bedeutet, daß die Vorgaben der WTO, die wie eine Weltregierung auftritt, von uns boykottiert und nicht – wie die Linkspartei meint – demokratisiert werden müssen (Demokratie setzt Überschaubarkeit voraus). Alles andere bleibt eine Mischung aus Schwärmerei, Dilettantismus und sozialer Demagogie – doch genau dafür scheint die Linkspartei/PDS zunehmend zu stehen."



Über Christian Böttger findet sich folgende Selbstauskunft:
"Christian Böttger studierte von 1983-1988 Ethnographie, deutsche Geschichte und Volkskunde an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach arbeitete er bis Anfang 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wissenschaftsbereich Kulturgeschichte/Volkskunde am Zentralinstitut für Geschichte/Institut für deutsche Geschichte (Akademie der Wissenschaften) an einem Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Kulturgeschichte sozialer Reformbewegungen in Deutschland um 1900. Ende 1993 promovierte er an der Humboldt-Universität zum doctor philosophiae. In den 90er Jahren zuerst in der DSU, dann im Hofgeismarkreis und in der Deutschland-Bewegung aktiv, übernahm er im Jahr 2000 die Koordination der DAO-Arbeit in Berlin."
(DAO= Deutsche Aufbauorganisation)

Das so einer noch unter DDR-Zeiten ausgebildet wurde und gearbeitet hat, zeigt in welcher Weise Indifferenzen entstanden sein müssen. Aber das so einer dann an der HU promovieren konnte, wäre dann doch nochmals genauer anzuschauen ...

Vgl. Christian Böttger: Zum Leben in den genossenschaftlichen Siedlungen „Eden“ und „Falkenberg“ vom Beginn ihres Bestehens bis 1933. Dissertation 1993.

Vielleicht ist es nicht ganz unwichtig zu erwähnen, dass die Hamburger Sensibilität für Versuche aus dem neonazistischen Lager an entsprechende Aspekte aus der Fachgeschichte anzuknüpfen, aus eigener Betroffenheit und Erfahrung herrührt.

Zu Thekla Kosche, die 2004-2006 am Hamburger Institut für Diskussionen und Aktionen sorgte
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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amischerikow - 18. Feb, 10:49
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Publikationen aus dem Forschungskolleg










Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.








Anika Keinz, Klaus Schönberger und Vera Wolff (Hrsg.)
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