Computerspiele

Das Computerspielemuseum Berlin hat am 21.01.2011 die neue Dauerausstellung „Computerspiele. Evolution eines Mediums“ eröffnet und die neue Ausgabe von "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ 3/2011) beschäftigt sich mit dem Thema "Jugend und Medien".

Inhalt

Editorial (Johannes Piepenbrink)

Kinder und Jugendliche im Web 2.0 - Befunde, Chancen und Risiken (Uwe Hasebrink / Claudia Lampert)

"Man wird nicht Amokläufer, weil man ein brutales Computerspiel gespielt hat" - Doppelinterview mit Stefan Aufenanger und Christian Pfeiffer (Christian Stöcker / Stefan Aufenanger / Christian Pfeiffer)

Gewaltmedienkonsum und Aggression (Ingrid Möller)

Aktuelle Herausforderungen für die Medienpädagogik (Helga Theunert)
Mit "Ballerspielen" gegen pädagogische "No-Go-Areas"? Erfahrungen mit Eltern-LANs (Arne Busse et al.)

Gezielte Grenzverletzungen - Castingshows und Werteempfinden (Margreth Lünenborg / Claudia Töpper)

"Medienkompetenz" - Chimäre oder Universalkompetenz? - Essay (Joachim Weiner)


Die Artikel sind einzeln oder als pdf online, von dort aus geht es per klick auch zum Dossier Computerspiele
 

Neuerscheinung: Anke Rees: Die Schiller-Oper in Hamburg

Im Eigenverlag der Geschichtswerkstatt St.-Pauli Archiv ist die neue Studie "Die Schiller-Oper in Hamburg: Der letzte Zirkusbau des 19. Jahrhunderts in Deutschland" erschienen. Verfasserin ist die Kulturwisseschaftlerin Anke Rees, Mitglied im Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung.

schiller-oper

Erschienen: November 2010, Hamburg: St. Pauli Archiv e.V., 96 S., div. Abbildungen Farbe/sw; 10 Euro. Erhältlich direkt beim Verlag, http://www.st-pauli-archiv.de/.

Mitten in Hamburg steht der letzte Zirkusbau Deutschlands aus dem
19. Jahrhundert, der in Stahlskelettbauweise errichtet wurde - die
so genannte Schiller-Oper in St. Pauli.

Sie ist ein Fin-de-Siècle-Bauwerk, 1889 in Auftrag gegeben von
Zirkusdirektor Paul Busch. Mit seiner damals kühnen Architektur
aus Metall war es Ausdruck des Aufbruchs in eine neue Epoche.
In den ersten fünfzig Jahren war es auch ein Theater und eine
Oper. In jener Zeit wurde es zum lebendigen Identifikationsobjekt
für die Menschen aus dem Viertel, die in ihm gearbeitet haben
und zu deren Alltag es gehört hat. Im Zweiten Weltkrieg wurde es
als Kriegsgefangenenlager genutzt, später als Unterkunft für
Asylbewerber sowie für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten.
Die Schiller-Oper war aber auch ein Zufluchtsort für Ausgebombte
und Wohnungssuchende nach dem Krieg, ebenso für viele
Szenegängerinnen und Szenegänger nach 1980.

Der ehemalige Zirkusbau ist vom Orientierungspunkt zum
Erinnerungsort geworden - ein vergessenes, irritierendes und widerspenstiges Gebäude mit einer langen (Aushandlungs-)Geschichte.
Anke Rees hat sich auf die Suche nach den Spuren der
Akteurinnen und Akteure begeben, die den „Lebenslauf“ der Schiller-
Oper mitgeschrieben haben.
 

Nochmal Radio, aber als Hörtipp: Kulturgeschichte des Mülls heute auf DRadio Kultur

03.01.2011 · 19:30 Uhr.
Das Manuskript zur Sendung gibt es als pdf oder im Textformat beim Sender Deutschlandradio Kultur

Vom Gestank der süßen Verschwendung
Eine kleine Kulturgeschichte des Mülls
Von Claudia Fried

Der deutsche Durchschnittsbürger besitzt heute mehrere zehntausend Dinge in seinem Leben. Er definiert sich - ob bewusst oder unbewusst - über den Konsum, der sich in seiner Kleidung, seinen Nahrungsgewohnheiten und seinen Besitztümern offenbart. Die meisten Gegenstände jedoch landen früher oder später auf dem Müll.

Mit Beiträgen von (u.a.) Prof. Dr. Sonja Windmüller
 

Dreimal Radio

Vermutlich lesen die meisten Leserinnen und Leser dieses blogs auch das des ehemaligen wissenschaftlichen Koordinators des Forschungskollegs Kulturwissenschaftliche Technikforschung, Dr. Klaus Schönberger.
Aber weil ich gerade vor ein paar Tagen Menschen, die ich für Digital Natives gehalten habe, erklären musste/durfte, wie RSS-Abonnements funktionieren und was man damit machen kann, zur Sicherheit zwei Hinweise:
Radiohören: Erfundene Revolutionen oder so viel „Ende“ war noch nie.
Im Rahmen der Sendereihe von SWR2 Mehrspur. Radio reflektiert war am Sonntag, 5.12.2010; 19.30 Uhr ein Radioessay von Klaus Schönberger zum Radioprogramm im Zeitalter des Internets zu hören.

Auf dem Dokublog des SWR lässt sich der Essay nachlesen und nachhören.

Aufgegriffen wurde der Essay auch im taz-blog von Dr. Feelgood.

Und als Drittes zum Thema Radio ein Hinweis auf einen Vortrag in Hamburg (gefunden über das weblog der Staats- und Universitätsbibliothek der Uni Hamburg):
Am Mittwoch, den 12.1.2011, um 18 Uhr hält Dr. Hans-Ulrich Wagner in der Stabi folgenden Vortrag:

Wilmenrod, Waldhagen und das Walross Antje. Über Rundfunkprogramme aus Hamburg und warum sich Historiker mit Medien und Gedächtnis beschäftigen.

Medien prägen unsere Erinnerung entscheidend mit; Programmangebote tragen dazu bei, Bilder der Vergangenheit zu konstruieren und sie zu tradieren. Die so genannte „Public History“ widmet sich dem Rundfunk als Speicher- und Vermittlungsmedium. Vor dem Hintergrund aktueller Forschungsansätze stellt der Vortrag konkrete Untersuchungen zur Hamburger Rundfunkgeschichte der ersten Nachkriegsjahrzehnte vor und gibt Einblick in das Zusammenspiel von geschichts- und medienwissenschaftlichen Fragestellungen.
Dr. Hans-Ulrich Wagner ist Senior Researcher am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg und leitet dort die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland.


"Neues aus Waldhagen"!. Die älteren Norddeutschen unter uns werden sich erinnern! Heidi Kabel, Heinz Reincke und Carl Voscherau, der Vater des ehemaligen Bürgermeisters, als Sprecherinnen und Sprecher! Schulfunk! Ich zumindest bin gespannt.
 

Hardware

Drüben bei Material World ist ein interessanter Beitrag erschienen,
ich zitiere mal den ersten Satz In both the popular press and scholarly research, the trope of digital information as “immaterial” is invoked with remarkable persistence.
und die Hälfte des letzten Absatzes: This project thus argues that, in a very literal and fundamental sense, materiality is a key entry point for reading infrastructural change, for identifying opportunities for innovation that leverage such change, and for acquiring a deep understanding of the possibilities and constraints of computing. This understanding is not particularly provided by exposure to programming languages. Rather, it requires familiarity with the conflicts and compromises of standardization, with the principles of modularity and layering, and with a material history of computing that largely remains to be written.

Der ganze blogpost, dort auch ein link zur pdf des 30-seitigen Artikels
 

Repräsentation von Technik und Wissenschaft plus kulturelle Übersetzung

Beschreibung des Large Hadron Collider, als Rap auf englisch.



Und auf deutsch

 

Zwei Lesehinweise: Schmidt, Jan und Pinch, Trevor

Jan Schmidt hat in seinem weblog gerade einige Gedanken aus seinem Buch Das neue Netz. Merkmale, Praktiken und Folgen des Web 2.0 weitergedacht und dies in einem Vortrag und einem blogpost (inkl. Folien des Vortrages) veröffentlicht: Kapitalisierung sozialer Beziehungen.
Sehr interessant, mir persönlich hat besonders der Vergleich auf Folie 7 mit "holländischen Wohnzimmern" gefallen.

Aber beim Lesen ist mir eingefallen, dass ich hier schon seit längerem auf einen Artikel hinweisen wollte: Erving Goffman als Techniksoziologe.
Autor ist Trevor Pinch, erschienen ist der Artikel in Technology and Culture. Pinch schlägt vor: to combine the attention to technological artifacts, which is the strength of approaches such as actor network theory and social construction of technology, with more traditional sociological approaches like Goffman’s, which attend to the interaction order and the meanings which materiality and technology facilitate.
Auch wenn sich Goffman nicht explizit zu Technik geäussert hat, so ist Pinch doch der Meinung, dass sie unsichtbar bzw. versteckt in Goffmans Schriften steckt: The Invisible Technologies of Goffman’s Sociology
 

Neuerscheinung: Arbeitsalltag und technischer Wandel

In der Hamburger Reihe "Studien zur Alltagskulturforschung", die von Thomas Hengartner, Sabine Kienitz und Sonja Windmüller am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie herausgegeben wird, ist der oben genannte Band von Johannes Müske, Mitglied im Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung neu erschienen:

Entgrenzung, Flexibilisierung und Prekarisierung der Arbeitswelt sind zentrale Beschäftigungsfelder der gegenwärtigen volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Arbeitskulturenforschung. In diesem Kontext untersucht die vorliegende Ethnografie, wie Technik sich in den Arbeitsalltag von Arbeiterinnen in einem Versandlager eingeschrieben hat und einschreibt. Die Untersuchung fand in einer für die Arbeiterinnen tiefgreifenden Umbruchsituation statt. Auf der Grundlage von empirischen Daten wird der Zusammenhang von technischen Veränderungen, Arbeitsverrichtungen und zunehmend prekären Arbeitsbedingungen detailliert beschrieben und gedeutet: Technischer Wandel wird erst in der vergleichenden Rückschau auf die technisch-organisatorischen Gegebenheiten und ihren jeweiligen gesellschaftlichen Kontext erfahrbar.

arbeitsalltag

Johannes Müske: Arbeitsalltag und technischer Wandel. Arbeiterinnen in einem Hamburger Versandhandelsunternehmen und ihre Arbeitswelt (1969-2005). Münster et al. 2010. (= Studien zur Alltagskulturforschung, Bd. 7, Lit Verlag, 192 S., 31 Abb. (s/w), 19,90 Euro)
 

BR-Radio-Feature von Thomas Burkhalter zum Thema Soundscapes, So., 5.9., 22.05 Uhr

Am kommenden Sonntag, den 5. September, 22.05 Uhr läuft in der Reihe "Zündfunk Generator" ein einstündiges Radio-Feature zum Thema Soundscapes.
Der Autor, Thomas Burkhalter (Bern), berichtet über aktuelle Tendenzen der Soundscape-Forschung. Die Sendung mit dem Titel "Über Geräusche die Welt deuten: Soundscape Forschung zwischen Wissenschaft, Kunst und Aktivismus." enthält Interviews mit R. Murray Schafer und Hildegard Westerkamp, Pionieren der Soundscape-Forschung sowie den Kulturanthropologen Steven Feld und Charles Hirschkind.
Die knappe Stunde wird illustriert mit Soundscapes aus Projekten der genannten Wissenschaftler und weiteren, darunter auch Aufnahmen aus der Ausstellung "hafen - klang - landschaft", die in Kooperation des Technik-Kollegs mit dem Flensburger Schiffahrtsmuseum entstand.
 

[[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] - CfP

Konferenzankündigung und Call for Participation

Am 25. und 26. September 2010 findet die Konferenz [[Wikipedia:Ein kritischer Standpunkt]] in der Universitätsbibliothek Leipzig statt. Die Konferenz will Wikipedia-ForscherInnen, KritikerInnen und Community-Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum für eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Wikipedia zusammenzubringen. Insbesondere die Bedeutung der Wikipedia für Bildung, Politik, Kultur und Gesellschaft soll hinterfragt und diskutiert werden.

Als einer der größten, wenn nicht als die größte Wissensreferenz unserer Zeit eröffnet uns Wikipedia kritische Einblicke zum gegenwärtigen Status quo von Wissen(sproduktion): Wie ist Wissen organisiert, welche Funktion und welchen Einfluss hat Wissen in unserer Gesellschaft? Was sind Produktionsstile und -mechanismen der Konfliktschlichtung und Machterhaltung? Welche neuen strategischen und taktischen Operationsmodi von Wissen und Macht sind hier am Werk? Das Konzept des ‚Freien’ (free and open) ist selbst mehrdeutig und Projektionsfläche für durchschlagende Konzepte einerseits und die Maskierung agonistischer Konstellationen andererseits.
Jede neue Technologie modifiziert die Bedingungen der Möglichkeit für Wissen(sproduktion). Technologische Logiken und Wissen strukturierende Prinzipien greifen hier direkt einander. Auf der Folie technologischer und normativer Bedingungen – die verteilte Netzarchitektur, die Wiki-Software-Plattform, freie Lizenzen und der FLOSS-Zeitgeist – konnte Wikipedia als die Enzyklopädie des Informationszeitalters entstehen. Sie folgt dabei dem aufklärerischen, enzyklopädischen Impuls des sapere aude und transformiert ihn zugleich.

Themenschwerpunkte der Konferenz sind Wikipedia & die Politik freien Wissens, Digitale Governance sowie Wikipedia & Bildung. Sie leiten sich aus der Bedeutung der Online-Enzyklopädie für die Neukonfiguration der Wissens(re)produktion und deren Konsequenzen für Öffentlichkeit(en), Architekturen der Partizipation und politische Bildung in der Mediendemokratie ab. Neben Vorträgen etablierter Wissenschaftler wie Christian Stegbauer, Peter Haber, Rainer Hammwöhner, Ramón Reichert oder Ulrich Johannes Schneider finden im Rahmen der Konferenz auch eine Podiumsdiskussion mit WikipedianerInnen und KritikerInnen sowie Wikipedia-Workshops und ein Netzwerktreffen statt.

Das Netzwerktreffen richtet sich an Wikipedia-ForscherInnen und dient dazu, Kontakte zu knüpfen, aktuelle Forschungsprojekte zu diskutieren und neue zu entwerfen. Dies bietet insbesondere für NachwuchswissenschaftlerInnen die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung. Das Netzwerktreffen ist als Open Space angelegt, bei dem sich die TeilnehmerInnen aktiv an der Gestaltung der Veranstaltung beteiligen können, da Themen und Fragestellungen durch die TeilnehmerInnen selbst entwickelt und bearbeitet werden. Für die Teilnahme bitten wir um Anmeldung per Email bis zum 31. August 2010 an info@cpov.de. Bitte fügen Sie der Anmeldung eine maximal einseitige Beschreibung Ihres Forschungsinteresses bzw. einen Abstract Ihrer bisherigen Arbeit bei. Bitte schreiben Sie uns ebenfalls, ob Sie Interesse haben, einen Kurzvortrag in diesem Rahmen zu halten.

Die Leipziger Konferenz setzt die Reihe internationaler Konferenzen der Wikipedia-Forschungsinitiative Critical Point of View fort, die im Januar und März 2010 in Bangalore (Indien) und Amsterdam (Niederlande) stattgefunden haben. Die Leipziger Konferenz wird veranstaltet von cultiv – Gesellschaft für internationale Kulturprojekte e.V. in Kooperation mit der Wikipedia-Forschungsinitiative Critical Point of View und wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.
Die Konferenz ist öffentlich, es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Interessierte BürgerInnen, SchülerInnen und StudentInnen sind herzlich willkommen!

Weitere Informationen finden Sie unter www.cpov.de

Deadline für die Anmeldung zum Netzwerktreffen: 31. August 2010

Konzept und Redaktion: Geert Lovink, Johanna Niesyto und Andreas Möllenkamp

Kontakt:

cultiv
Gesellschaft für internationale Kulturprojekte e.V.
Bernhard-Göring-Str. 65
D-04107 Leipzig
Tel. +49-341-2228893
Email: info@cpov.de
www.cpov.de
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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Publikationen aus dem Forschungskolleg










Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.








Anika Keinz, Klaus Schönberger und Vera Wolff (Hrsg.)
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