Neuerscheinung "Wissen und Geschlecht"

Nikola Langreiter, Elisabeth Timm, Michaela Haibl, Klara Löffler,
Susanne Blumesberger (Hrsg.):


Wissen und Geschlecht.
Beiträge der 11. Arbeitstagung der Kommission für Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien, Bd. 31). Wien 2008.

"Wissen" und "Geschlecht" sind analytische Kategorien und
Forschungsgegenstände zugleich: Obwohl Geschlecht vielfach dekonstruiert wurde, ist es nötig, seine alltäglichen Konkretisierungen zu erforschen.

Der Begriff Wissen wiederum ist in seinen unterschiedlichen Definitionen zu untersuchen und mit der postulierten "Wissensgesellschaft" empirisch zu konfrontieren.

Preis : 17,00 EUR zzgl. Porto.
Bestellungen online .

oder bitte an: Volkskunde[at]univie.ac.at
oder per Fax unter 00 43 - 1 - 4277 94 18.

Weitere halbe Stelle in Göttingen zu besetzen

Eine weitere Stelle ist in Göttingen zu besetzen:

Am Institut fuer Kulturanthropologie/Europaeische Ethnologie

der Georg-August-Universitaet Goettingen ist zum 01.04.2009 die Stelle einer/eines
wissenschaftlichen Mitarbeiterin / wissenschaftlichen Mitarbeiters

- Entgeltgruppe TV-L 13 -

mit der Haelfte der regelmaessigen Arbeitszeit (z.Z. 19,9 Std./Woche)

zu besetzen. Die Stelle ist zunaechst auf drei Jahre befristet.

Einstellungsvoraussetzungen:

Neben einem ausgezeichneten Magisterabschluss in Kulturanthropologie/Europaeischer Ethnologie, Volkskunde, Empirischer Kulturwissenschaft werden Schwerpunkte in kulturhistorischer Forschung, Kulturtheorie und Sachkultur erwartet. Erwuenscht sind Kenntnisse im Bereich der computergestuetzten historischen Forschung.

Aufgaben:
Die Aufgaben beinhalten Lehre (2 SWS), Studienberatung, sowie Beteiligung an der Selbstadministration des Institutes.

Bewerbungen mit den ueblichen Unterlagen (Lebenslauf, Abiturzeugnis, Magisterurkunde und Praktikumszeugnisse etc.), einem repraesentativen Auszug aus der Magisterarbeit sowie einem einseitigen Exposee der geplanten Dissertation sind bis zum 15.11.2008 an Frau Prof. Dr. Carola Lipp, Institut fuer Kulturanthropologie/Europaeische Ethnologie, Friedlaender Weg 2, 37085 Goettingen, zu senden.

Die Universitaet Goettingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepraesentiert sind, eine Erhoehung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdruecklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt beruecksichtigt.

CfP: Geschichte(n) der Robotik

Jahrestagung der Gesellschaft für Technikgeschichte am
22.-24. Mai 2009

an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main


Galt in der Wissenschafts- und Technikgeschichte zunächst „das Atom“ und dann „das Gen“ jeweils als „Symbol des 20. Jahrhunderts“, so schickt sich die Figur „des Roboters“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts an, diese Reihe fortzusetzen.

Im popkulturellen Medium der Science Fiction wurden und werden Zukunftsvisionen über den möglichen Einsatz von Robotern entworfen. Diese zeigen oftmals ein recht ambivalentes Bild dieser Maschinen. Auch die aktuelle Robotik wirft Licht und Schatten. So versprechen Entwickler und Hersteller, dass Roboter in der Zukunft zur Lösung so großer und vielfältiger Menschheitsprobleme – wie Umweltkatastrophen oder der Betreuung betagter Menschen – beitragen. Gleichzeitig wecken aber humanoide Roboter nicht nur Euphorie, sondern auch Ängste vor der Übermacht autonomer Apparate.

Eine besondere Brisanz des Themas liegt darin, dass Roboter den Menschen hinsichtlich gewisser Tätigkeiten nicht nur zu übertreffen, sondern sogar zu ersetzen scheinen: in Bezug auf Schwerstarbeit in der Industrie, bezüglich bestimmter Kulturtechniken wie Rechnen, Schreiben oder Musizieren oder sozialer Arbeit wie der Behinderten- und Kinderbetreuung oder der Krankenpflege. Eine Herausforderung ist daher, zu untersuchen, ob diese Entwicklungen das Selbstverständnis des Menschen in seinem Verhältnis zu sich selbst und zu Maschinen verändern werden. Diese Frage historisch einzuordnen und zu beantworten, ist eine der Aufgaben der Technikgeschichte, wenn sie sich mit dem Thema der Roboter und Robotik beschäftigt.

Das Ziel der interdisziplinär geplanten Tagung ist ein Dreifaches: Erstens soll erörtert werden, wie die Technikgeschichte und angrenzende Disziplinen eine (Zeit-)Geschichtsschreibung der Roboter und der Robotik methodisch angehen können, wobei auch die Darstellung von Robotern in Museen und Ausstellungen zu analysieren wäre. Zweitens soll die Geschichte der Robotik und der Roboter anhand unterschiedlicher Themenfelder konkret diskutiert werden. Und drittens wäre am Beispiel der Robotik zu zeigen, dass die Technikgeschichte relevante Beiträge zur Beantwortung zeitgenössischer Fragen liefern kann.

Kultur- und Technikgeschichte befassen sich bereits seit längerem mit Robotern: Sie schlagen dabei den Bogen vom kultischen Einsatz antiker Tempelautomaten über die höfische Automatenkultur der Frühen Neuzeit bis hin zum industriellen Einsatz von Robotern. Dabei leisten bereits auch Museen einen Beitrag zur Erforschung und Darstellung der Geschichte von Robotern. Als weitere Themen- und Fragefelder seien exemplarisch genannt:

- Geschichte der Zukunftsvisionen von Robotern
- Wechselwirkungen von Science Fiction und Robotik
- der historische Wandel der Vorstellungen von Robotern und des Mensch-Roboter-Verhältnisses
- Robotik im internationalen Vergleich
- Anwendungsfelder der Robotik und ihre Geschichte (Industrie, Medizin, Militär, Service, Spielzeugindustrie…)
- Historische Entscheidungsprozesse bezüglich des Einsatzes von Robotern in bestimmten Branchen
- die Sozialität von Robotern
- Robotik und Gender
- das Design von Robotern im Wandel der Zeit: humanoide Roboter als Leitbild?
- historisch begründete Technikfolgenabschätzung


Abstracts für Vortragsvorschläge (max. 350–400 Wörter) sowie ein Kurzlebenslauf von einer Seite sind bis zum 6. Januar 2009 zu senden an: Catarina Caetano da Rosa, caetano[at]histech.rwth-aachen.de.

Kontakt:
Catarina Caetano da Rosa
Lehrstuhl für Geschichte der Technik
RWTH Aachen
52056 Aachen
Tel: +49 241 80 – 23621
Fax: +49 241 80 – 22302
caetano[at]histech.rwth-aachen.de

Atomkraft - Nein danke!

Nur weil es ab und an mal wieder gesagt werden muss und wenn es auch in der FAZ (6.10. 2008) steht und von Robert Spaemann gesagt wurde. Der konservative Philosoph zählt einige Argumente auf, weshalb Atomenergie (Atomkraft?) nach menschlichem Ermessen keine vertretbare und sinnvolle Energieoption sein kann. Fangen wir mit seinem ersten Grund an:

k@g
"Da ist erstens die Vorstellung eines garantierten zivilisatorischen, technisch-wissenschaftlichen Fortschritts oder wenigstens der Erhaltung des heutigen zivilisatorischen Niveaus für die Dauer der Strahlung des Atommülls, also für die nächsten 10000 Jahre. Man muss das voraussetzen, wenn man durch Lagerung des Atommülls No-go-Areas schaffen will, deren Respektierung auch noch nach Jahrtausenden erwartet werden kann, weil das diesbezügliche Know-how noch existiert und weil unsere Warnschilder noch existieren, noch gelesen und noch verstanden werden. Nichts berechtigt zu dieser Erwartung. Sie ist eher eine unwahrscheinliche Annahme."

Andrea Mihm: Babyphon (Neuerscheinung)

Im Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung findet sich eine beträchtliche Bandbreite an Themen und auch an Zugängen. Dies unterstreicht nicht zuletzt ein jetzt erschienes Buch im Marburg Jonas-Verlag:

Das Buch ist das Ergebnis des am Forschungskolleg durchgeführten Projekts von Andrea Mihm »Das Babyfon.Eine kulturwissenschaftliche Annäherung an einen familiären Alltagsgegenstand.«k@g

Hier der Ankündigungstext des Jonas-Verlags:

Aller Anfang als Mama und Papa ist schwer: ein hilfloses kleines Wesen, entzückend, putzig und recht eigensinnig, tritt trotz neunmonatiger Vorbereitungsphase recht unvermittelt in das Leben zweier Menschen und stellt dieses gehörig auf den Kopf. „Schlafen geht nicht mehr, Trinken geht nicht mehr, Lungern, Sex und Fernsehkucken höchstens manchmal“, so beschreibt Titanic-Redakteur Thomas Gsella die Umwälzungen und Entbehrungen, die der Familienzuwachs mit sich bringt. Fakt ist: Aus zweien werden drei oder auch mehr, aus einem Paar wird eine Familie. Volle Windeln, surrende Waschmaschinen, nervenzerrendes Geschrei und schlaflose Nächte gehören ebenso dazu wie die elterliche Angst, das Wehklagen des neuen Erdenbürgers fehl zu interpretieren oder gar zu überhören. Gottlob gibt es jedoch Mittel, dies zu verhindern. Das Babyphon ist ein solches.

Das unscheinbare handliche Gerät, vor zirka 30 Jahren aus industriellen Wechselsprechanlagen hervorgegangen, gehört längst zur Grundausstattung von Familien mit Kleinkindern. Nacht für Nacht, Tag um Tag stellt es seine Dienste bereit und überträgt die Geräusche des Kindes – von der sogenannten Sendeeinheit zur Empfangseinheit. Glaubt man den Herstellern, so erleichtert der kleine Helfer den Betreuungspersonen den Familienalltag, und ermöglicht ihnen eine gewisse Unabhängigkeit und Unbeschwertheit.

Die Autorin hat jenes scheinbar so schlichte, selbstverständliche Gerät genauer untersucht und dessen verborgenen Facetten aufgespürt. Bei näherer Betrachtung erwies es sich als recht komplexes „sozio-technisches“ Gebilde, das viel mehr nur als Babys Weinen mitteilt. In der Verwendung eines Babyphons spiegeln sich elementare Vorstellungen von Familie und Erziehung, vom verantwortlichen Umgang mit Kindern und ihrer Umwelt wider. In ihrer kleinen Kulturgeschichte des Babyphons versucht die Verfasserin Antworten zu geben – und zwar nicht nur auf die Frage nach der Bedeutung des kindlichen Schreiens und den elterlichen Reaktionen darauf. Sie beleuchtet beispielsweise die Parallele zum Telefon und zu dessen kulturellen Verheißungen und deckt die familiären Konsequenzen der Entstehung von Kinderzimmern auf.

Schließlich untersucht Andrea Mihm den alltäglichen Gebrauch des Babyphons auch vor dem Hintergrund elterlicher Sorge. Sie arbeitet heraus, warum dieses Gerät nicht nur ein Ausdruck der Ängste um das Wohlergehen des Kindes ist, sondern auch des Bedürfnisses nach Kontrolle und Macht über den Nachwuchs. In der Auseinandersetzung mit Funkstörungen und dem in jüngerer Zeit viel diskutierten Elektrosmog beschreibt die Autorin schlussendlich auch die babyphonalen Kehrseiten.
Ein Weblog mit Informationen und Meinungen rund um Fragen der Kulturwissenschaftlichen Technikforschung

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Roboter im Film
http://www.zeit.de/kultur/ film/2015-04/ex-machina-fi lm-android-roboter
amischerikow - 21. Apr, 13:40
Trauern in der Online-Version
Prof. Dr. Norbert Fischer über digitale Trauerportale...
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Robo-Bar
https://www.wired.de/colle ction/latest/ausgabe-0215- robo-mit-schuss
amischerikow - 14. Feb, 16:36
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Publikationen aus dem Forschungskolleg










Gerrit Herlyn
Deutungsmuster und Erzählstrategien bei der Bewältigung beruflicher Krisenerfahrungen In: Seifert, Manfred/Götz, Irene/Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt u. a. 2007, S. 167-184.








Anika Keinz, Klaus Schönberger und Vera Wolff (Hrsg.)
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